Personalia
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Erich Rutschke verstorben
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Am 12. Februar 1999 verstarb im Alter von 72 Jahren Prof. Dr. Erich Rutschke. Er war von 1966 bis zur Versetzung in den Ruhestand 1991 als Professor für Tierphysiologie an der Pädagogischen Hochschule Potsdam tätig. Zunächst arbeitete er als Neulehrer, studierte dann an der damaligen Brandenburgischen Landeshochschule und erhielt eine Assistentenstelle am dortigen Zoologischen Institut. Er promovierte 1958 über die Wasserfestigkeit des Gefieders bei Schwimmvögeln und habilitierte sich mit einem Thema zur Morphologie von Vogelfedern. Prof. Rutschke war über lange Jahre Leiter des Lehrstuhls Tierphysiologie und des späteren Wissenschaftsbereiches Zoologie. Über 100 angehende Lehrer haben unter seiner Betreuung ihre Staatsexamens- und Diplomarbeiten zu Themen der Ernährungs-, Neuro- und Verhaltensphysiologie, aber auch zu ornithologischen Themen in Ökologie und Faunistik geschrieben, 40 Doktoranden führte er zur Promotion. Auch
Neue Leiterin
in seiner mehrjährigen Tätigkeit als Dekan der MathematischNaturwissenschaftlichen Fakultät war ihm die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein wichtiges Anliegen.
1965 gründete er die„Zentrale für Wasservogelforschung in der DDR“ an der Pädagogischen Hochschule, jetzt„Forschungsstelle für Ökologie der Wasservögel und Feuchtgebiete“, die er bis zu seinem Tode ehrenamtlich leitete. Bei Exkursionen im Havelland erkannte Erich Rutschke den Wert der Unteren Havelniederung mit dem Gülper See als ein solch herausragendes Gebiet, aber auch als eine einzigartige Forschungs- und Ausbildungsstätte. Folgerichtig betrieb. er Mitte der 70er Jahre den Ausbau eines durch die Hochschule angekauften Bauernhofes in Gülpe zur heutigen Ökologischen Station der Universität Potsdam.
Der Wissenschaftler erwarb sich national und international Anerkennung und hohes Ansehen. Er verfaßte über 300 Publikationen und hat vielbeachtete Beiträge. zum Natur- und Land
| schaftsschutz auch in der Bun| desrepublik Deutschland gelei
stet. Professor Rutschke wird allen, die ihn kannten als leidenschaftlicher Lehrer, begabter Redner, geschickter Organisator und humorvoller Gesprächspartner in Erinnerung bleiben. Fachgruppe Biologie/Biochemie
Der Senat der Universität Potsdam hat Dr. Petra Krenzien zur Leiterin des Zentrums für Hochschulsport bestellt(hier mit Rektor Prof.
Dr. Wolfgang Loschelder).
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PUTZ/Foto: Fritze
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Vize-Präsidentin
| Prof. Dr. Helene Harth über
nimmt ein neues
5 Amt. Sie wird erste Vize-Präsidentin der
deutsch-französischen Hochschule in Metz. Erster Präsident
Ehrenamt
Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, Rektor der Universität Potsdam wurde für die Legislaturperiode vom 1. Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2003 zum Stellvertreter des Vorsitzenden der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission berufen und ist zugleich Mitglied ihres Präsidiums. Das aus 32 Mitgliedern bestehende Gremium entscheidet bei
| spielsweise über Namensrechte
bei Lebensmitteln und entwik-=
kelt Leitsätze zur Beschaffenheit dieser. PUTZ
Ausgezeichnet | 4.
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Der 39jährige Ozeanexperte Dr. habil. Stefan Rahmstorf hat den Jahrhundert-Preis der James-S. McDonnel-Stiftung erhalten. Rahmstorf arbeitet im Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung(PIK) an der Modellierung von Meeresströmungen und ihrem Einfluß auf das Klima Europas. Anhand von Computersimulationen konnte er zeigen, daß die Golf-Meeresströmung unter bestimmten Umständen umkippen kann, mit der Folge eines Klimawechsels. Eine Beschreibung gibt es in dem Aufsatz:„Currents of Change“ unter: http://www. pik-potsdam.de/-stefan. ar
wird der Germanist Jean David von der Universität Metz. An der Uni Potsdam baute Harth 1991 das Institut für Romanistik auf, wurde 1993 Dekanin der Philosophischen Fakultät I, zwei Jahre später auch Prorektorin für Entwicklungsplanung und Finanzen. PUTZ
Neu ernannt
Zu den in. der letzten Zeit ernannten Professoren gehört Prof. Dr. habil. Ursula Gaedke. Sie bekleidet eine Professur für ÖkologieÖkosystemmodellierung im Institut für Ökologie und Naturschutz der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Die Wissenschaftlerin wurde 1959 in München geboren. Sie studierte von 1978 bis 1982 Biologie und nebenher Mathematik an der Universität Oldenburg. Ein Aufbaustudium am Institute for Biomathematics der Universität Oxford absolvierte sie 1983/84. Dem schloß sich ihre Arbeit an der Dissertation zum Thema„Analyse experimenteller Daten und Simulationsrechnungen zur Populationsdynamik und Koexistenz von pelagischen Copepoden im Ems-Dollart-Ästuar“ an, die sie 1988 an der Universität Oldenburg beendete. Als wissenschaftliche Angestellte war Ursula Gaedke von 1986 bis 1991 im Sonderforschungsbereich 248 „Stoffhaushalt des Bodensees“ am Limnologischen Institut der Universität Konstanz tätig. Seit 1992 arbeitete sie dann als wissenschaftliche Assistentin an der Fakultät für Biologie dieses Institutes. Mit der Arbeit„Struktur und Funktion des pelagischen Nahrungsnetzes im Bodensee“ habilitierte sich die Biologin 1995. Zu den gegenwärtigen Forschungsschwerpunkten der Wissenschaftlerin gehören, mögliche Einflüsse der globalen Klimaveränderung und der anthropogen bedingten Erhöhung und in letzter Zeit wieder rückläufigen Nährstoffkonzentrationen auf die Nahrungsnetze und einzelnen Populationen zu erforschen. B.E.