Sport
PUTZ 9/99
Mehr als nur
durchgekommen
Jens Lehmann bestand beim Ironman
Die Würfel sind gefallen. Wieder gab es beim härtesten Ironman-Wettbewerb auf Hawaii Ende Oktober dieses Jahres viel Dramatik im Kampf um die begehrten Plätze. Mit dabei war auch Jens Lehmann vom Potsdamer OSC-Zeppelin-Team. Bei seinem ersten Start auf Hawail kam der Uni-Student mit einer Zeit von 9:51 Stunden durch‘s Ziel.„Der Wettkampf lief ganz gut, wenn auch nicht optimal“, urteilt er im nachhinein überwiegend zufrieden über sein Abschneiden. Und das nicht ohne Grund. Lehmann belegte immerhin Platz 215 im Feld der 1500 angetretenen„Eisenmänner“. Dabei gelang durchaus nicht alles laut Plan. Nach der besser als gedacht absolvierten 3,8 km langen Schwimmstrecke passierte clie erste Panne: Pech in der Wechselzone, denn der Umkleidebeutel fehlte. Auch auf dem Rad ging offensichtlich manches schief.„Es gab technische Probleme“, erinnert sich der 22-Jährige.„Ich musste zweimal bauen. Der richtige Rhythmus wollte sich einfach nicht einstellen.“ Der Marathon brachte dann die erhoffte Kehrtwende. Er konnte aufholen.„Ich hatte gute Beine“, so seine Erklärung im Rückblick. Und:„Die Körner waren gut eingeteilt.“ Für die Strecke brauchte der Potsdamer nur 3.22 Stunden.
Der jetzige Erfolg kommt nicht von ungefähr. Lehmann trainiert in der Woche im Schnitt 20, in Spitzenzeiten
sogar fast 40 Stunden. Und das zwarfoft ma Team Saber ohne Jeigenen| Trainer! Ein Coach wäreider Joker‘ meint der Mann ausdem OSC; "Team, doch der bleibt voraussichtlich wohl auch in Zukunft nur ein Traum. Es mangelt am nötigen Geld.
Ob Lehmann) Zzuß dessen Mannschaft noch drei weitere Enthusiasten gehören, im
nächsten Jahr wieder auf Hawall mit von der Partie ist;
Hat sich mit den besten Triathleten der Welt auf Hawaii gemessen: Jens Lehmann OSC-ZeppelinTeam. An der Universität Potsdam studiert er Sport und Geschichte. Foto: Fritze
vom
steht noch nicht fest.„Ich möchte das nicht aussch: ließen“, meint der begeisterte Triathlet,„sicher ist das allerdings keineswegs“. Das hänge vom Verlauf der Qualifizierung, dem Stand des Studiums, von den vorhandenen Fi
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r kurze
UNZE
nanzen ab. P.G. lang ine hat. Polnisches Sprichwort
Volleyballer im Aufwind
Uni-Teams mit vorderen Plätzen
Die Volleyballer der Universität Potsdam sorgen gegenwärtig in allen Klassen für Furore. Und das vom Bundesligaspitzenteam bis hin zur Studentenligarunde.
Das Aushängeschild des Universitätssports, die Herrenmannschaft der 2. Bundesliga, steht nach etwa der Hälfte der Spiele jetzt auf Platz sieben der Bundesligatabelle. Im„Schatten“ der Vorzeigemannschaft trumpfen jedoch auch die anderen auf. So liegen die Spieler der 2. Mannschaft mit 18:6 Punkten auf dem zweiten Platz in der höchsten Spielklasse des Landes Brandenburg. Im vorigen Jahr ist die Mannschaft, der ausschließlich Studenten oder ehemalige Absolventen der Hochschule angehören, erst in die Brandenburgliga aufgestiegen: Jetzt Seiltäldie Truppe um Holger Gratz; Christian Kölsch und Thomas Masteit auch in dieser Klasse
von Sieg zu Sieg. Auch die Damen des USV sind im vorigen Jahr aufgestiegen und halten jetzt einen Mittelfeldplatz. Bei so viel Erfolg wundert es nicht, dass auch die Studentenliga in diesem Jahr wieder eine große Resonanz gefunden hat. Neun Studentenmannschaften kämpfen ab 18. November dieses Jahres jeweils ab 21 Uhr in der Sporthalle Golm um den Titel des Studentenligasiegers der Uni Potsdam. Der Sieger wird am 25. Mai 2000 gekürt. Sollten sich durch die spannenden Wettkämpfe Volleyballinteressierte für's Mitmachen entscheiden, sind das Zentrum für Hochschulsport und der Universitätsverein die Ansprechpartner. Anmeldungen sind im Haus 5, Raum 0.06 auf dem Uni-Komplex Am Neuen Palais möglich. Jürgen Rabe/ Zentrum für Hochschulsport
Fast wie am
Im August 1998 wurde das von Dr. Dieter Lazik vom Institut für Sportmedizin und
Prävention der Universität Potsdam entwickelte Klettersimulationsgerät„boulder
2800“ erfolgreich auf der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode ISPO in München als Weltpremiere vorgestellt. Die Ver; marktung des Gerätes erfolgt seitdem von dem Unternehmen InnoTrend. Schon 1998 wurde zwischen InnoTrend und dem Bergsteiger und Extremsportler Reinheld Messner(rechts im Bild) eine Zusammenarbeit bei der Vermarktung des Gerätes vereinbart. Dabei wurde auch die Lieferung eines Gerätes zum Einsatz auf Schloss Juval, einem Trainingsort von Reinhold. Messner in Südtirol, durch die Firma Inno Trend in Aussicht gestellt.
Inzwischen ist der„boulder 2800“ entsprechend den Anforderungen des Marktes wei
Berg
terentwickelt worden, so dass das Gerät am 26. November Reinhold Messner feierlich übergeben werden konnte. Reinhold Messner versprach im Gegenzug, die Vermarktung des„boulder“ zu befördern und insbesondere auch die derzeit an der Uni laufenden Studien zum Einsatz des Kletterns in Prävention, Rehabilitation und im leistungssportlichen Training zu unterstützen. gl
Am
Auch extreme Schwierigkeitsgrade können am Klettergerät„boulder“ Foto: Fritze
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geübt werden.