Heft 
(1.1.2019) 04
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PUTZ 4/00

Sport

Maskuliner Uni-Mittwoch

Beim Mitarbeitersport sind Männer unter sich

Oh diese wunderbaren Fern­sehbilder: Joschka Fischer, Außenminister und Mara­thonmann, joggt auf histori­schem Boden vor den Pyrami­den von Giseh. Auf dem lan­gen Weg zu sich selbst wie im­mer mit dabei: ein halbes Dutzend verschwitzter Body­guards. Ein eingelaufener Haufen, ein Männerbund en miniature: konspirativ, sou­verän und zielstrebig, Staub und Hitze kämpferisch trot­zend, meissionarisch und natürlich europäisch bis zum letzten Schweißtropfen. Män­ner, einmal nicht in den Sand gesetzt. Für den Bereich Hoch­schulsport muss dieses großar­tig inszenierte mediale Grup­penbild, wohlgemerkt ohne Dame, von immenser Wir­kung und Ausstrahlung gewe­sen sein.

Denn schon geraume Zeit wus­ste man dort um die lang un­terdrückten Sehnsüchte der Hochschulmänner nach einem ähnlichen Gemeinschaftserleb­nis: einer vorneweg, die ande­ren hinterher, am Ende aber ste­hen alle zusammen. Schon lange befürchtete man schwere Verletzungen und beobachtete an der Uni die wachsende Fru­stration des sich in Abstiegssor­gen befindenden starken Ge­schlechts. Die anfangs respekt­volle Bewunderung für die phy­sische und harmonische Vervoll­kommnung der Frauen beim sportlichen Treiben schien sich immer mehr in neidvolle Ago­nie zu transformieren. Die übe­raus ungünstige Auslegung der Vorteilsregel tat dabei ihr übri­ges. Wie da also Schlimmeres verhindern? Fairplay, wenn's denn sein muss. Nur endlich raus aus dem gesellschaftlichen Abseits der unterdrückten Kör­per, der Langzeitgesperrten und verhinderten Muskelspiele. Langsamer, aber stetiger Auf­bau, so lautete die Devise. Hin­ein ins libidinöseRan an den Mann zwischen Bodystretching und Kabinenkeilerei. Massa­gen, Mannschaften und geselli­‚ges Duschen für alle, Gleichstel­lung jetzt!

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Der Hochschulsport, taktisch darin geübt, den richtigen Zeit­punkt abzupassen, erhörte die rebellischen Rufe und reagierte prompt. Schon ab Sommerseme­ster können einmal pro Woche mitarbeitende UNI-Männer endlich wieder sich selbst und ihren Meister suchen, ganz nach dem Vorbild des ausdauernden Außenministers. Da der Wille zwecks günstiger Entfaltung unbedingte Kontinuität benötigt, ist ab jetzt jeder Mitt­

woch zwischen 16.30 und 17.30 Uhr Herrentag für Spaßathle­ten und Breitensportler, für Mehrkämpfer und Einzelspieler, für Siegertypen und ewige Ver­lierer. Ein und Auswechslun­en erfolgen nach dem Prinzip Einer für alle und alle für Ei­nen. Die Neue Golmer Sport­halle darf also ganz in diesem Sinne Spiel- und Kampfarena sein. Prellball(Fitness) statt Frauen. Und wo man für we­nige Zeit im Kampfgetümmel

Foto: Frank Horvat

alles Weibliche(und Weibische) aus seinen Gedanken tilgt, sich also schlicht und einfach mal entspannt, da entsteht vor den Augen das Bild des im Schwitz­kasten erröteten Kollegen auto­matisch. Aber selbst der in sei­ner Notlage hätte dann noch ein Augenzwinkern übrig für alle Fraunenbeauftragten. Schließlich war die Rehabilitie­rung der Verbannten der Zu­schauertribüne längst überfäl­Lig. Thomas Pösl/PÖK

Tage des Hochschulsports

Und wieder ist es soweit: Zum Studienjahresabschluss organisiert das Zentrum für Hochschulsport die Tage des Hochschulsports an der Uni Potsdam. Auch in diesem Jahr ist der Sport Teil des Hochschulsommerfestes (siehe dazu auch Beitrag auf S. 19).

Stattfinden wird das Sportfest am 13.(ab 14.00 Uhr) und 14. Juni 2000 auf dem Sport­gelände am Neuen Palais. Das Zentrum für Hochschulsport erwartet auch in diesem Jahr zahlreiche Meldungen für die Turniere um die Pokale im Volleyball, Kleinfeldfußball und Streetball. Betätigungs­möglichkeiten gibt es darüber hinaus im Dart, Kricket, Bad­minton oder bei Aerobic- Ein­lagen. Für die Kinder steht als Spielwiese eine Hopseburg zur: Verfügung. Ebenso

gehören zahlreiche Präsenta­tionen, etwa von Fahrradläden oder auch der DAK, zum Rah­menprogramm. Auch an das leibliche Wohl ist gedacht.

Bei den Tagen des Hochschulsports sicher wieder stark vertreten: der Volleyball an der Uni.

Foto: Tribukeit

Dafür sorgen die Imbissange­bote des Cafe Walch, der Bier­garten der Kindl-Brauerei oder die Waffelbäckerei unter Regie von Rektorengattin Christiane Loschelder. Zahlreiche Vorführungen un­terschiedlicher Sportgruppen aus dem Hochschulsport und des WUniversitätssportvereins (USV) runden das Programm ab. Mit dabei ist ebenfalls wie­der die KinderbandBenno und seine Weiber, die ganz si­cher gute Stimmung aufkom­men lässt. Anmelden können sich Teil­nehmer an den Wettbewerben noch bis:zum 29. Mai. Die entsprechenden Eintragungen erfolgen im Sekretariat des Zentrums für Hochschulsport, Haus 5, Komplex Am Neuen Palais. Jürgen Rabe/ Zentrum für Hochschulsport