Heft 
(1.1.2019) 08
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PUTZ 8/00

Das Letzte

Lust an Kunst

Heute vorgestellt: Kerstin Berger

Schon seit der 3. Klasse stand für Kerstin Berger, Jahrgang 1956, der Berufswunsch fest: Ich werde Russischlehrerin. Sie besuchte ab dieser Klassenstufe die angesehene Sprachschule im thüringischen Wickersdorf, studierte, unter­richtete, promovierte und weilte wiederholt zu Sprachstudien in Russland.

Seit vielen Jahren bietet sie in ihren Lehrveranstaltungen im

Institut für Slavistik der Universität Potsdam tschechische, weißrussische,

polnische und ukrainische Lieder an und führt Studierende so in eine beson­dere Praxis des Sprach- und Kulturverstehens ein.

Als Kerstin Berger früh fami­liäres Geborgensein verließ und mit einem mehr oder minder erquicklichen Leben im Internat tauschte, hatte das auch den Nebeneffekt, dass sie neben der intensiven Beschäftigung mit der russischen Sprache baldeine aus­geprägte Neigung zum Singen entwickelte.

Für Berger wurden Singeklub und Chor der Schule ideale Felder musikalischen Wirkens. Frühzeitig. konnte sie. ım

Gitarrenspiel zu. jeigenem Ausdruck finden. Kerstin Berger studierte

Russisch und Englisch von 1975 bis 1979, während sie gleichzeit­ig zwischen 1975 und 1976 dem einst renommierten Singeklub

Spartakusangehörte und 1977/78 ihr Auslandsstudium begann.

Als Diplomfachlehrerin unter­richtete sie in Spezialklassen drei bis zehn Russisch und Englisch an einer Schule in Chemnitz.

Kerstin Berger ging 1983 in die

Assistenz... im Fachbereich Slavistik der früheren Pädagogischen Hochschule, absolvierte 1985 einen Studienaufenthalt an der Moskauer Lomonossov­

Universität und promovierte zur Thematik der Vernetzung von Sprachwissenschaft und Sprach­

praxis, ‚insbesondere: der Lexikologie.

In Lehrgebieten: wie. Fach­sprache Linguistik, Stilistik,

spezielle Lexikologie, Phraseolo­

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Wirtschaftsrussisch und hat sie seither

gie; Landeskunde unterrichtet. Daneben hält die Uni­Mitarbeiterin Übersetzungs­kurse, publiziert und beschäftigt sich seit 1992 aktiv mit der tschechischen Sprache, wozu inzwischen auch die regelmäßige Teilnahme am Berliner Bohemicum der Humboldt­Universität zu Berlin gehört. Über ihren Liedkurs am Institut

für Slavistik der Universität

Potsdam sagt Kerstin Berger: Wie bei Märchen, Sagen und Erzählungen erfahren die Stu­dierenden über das Liedsingen

Kerstin Berger studiert in ihrem Liedkurs sowohl Volkslieder als auch Texte von Liedermachern ein.

Foto: zg.

von Eigengesetzlichkeiten und idiomatischen Wendungen slavischer Sprach- und Kultur­vielfalt. Gesungen werden sowohl Volkslieder als auch Texte von Liedermachern wie Bulat Okudzava, Vladimir Vysotzky, Zanna Bitschewskaja oder Alla Pugatcova. Auch größere künstlerische Program­me hat Berger geleitet und Querflöte, Geige, Keyboard eingesetzt. So konnte erst im vergangenen Jahr das Märchen Vom Fischer und dem Fisch­lein(nach der Puschkin-Ver­sion vonDer Fischer und seine Frau) mit anderen Kolleginnen und Kollegen zum Fakultätsfest und in musikalischer Begleitung umgesetzt werden.

PÖK

I Meckerecke

Öffnungszeiten zu kurz

Zwangsläufig ist es so, dass in der Zeit vor Beginn eines Semesters viele Studierende beim Studentensekretariat zur Einschreibung vorbeischauen. Es ist mir daher völlig unver­ständlich, warum gerade in den Semesterferien die Öff­nungszeiten dieser Einrichtung eingeschränkt werden. Die Öffnungszeiten sind alles andere als studierendenfreund­lich gestaltet, und es wäre eine Überlegung wert, sie gerade in dieser Periode, in der reger Andrang herrscht, auszudehnen. Joris Spindler

Reaktion

Wir danken der Redaktion der PUTZ, uns hier einen Platz für eine Stellungnahme zu dieser Beschwerde einzuräumen. Gibt uns dies doch Gelegenheit, auf einen Kundendienst aufmerksam zu machen, der, obwohl er seit Sommersemester 1999 ange: boten wird, offensichtlich noch nicht allen Studierenden bekan­nt ist. Gemeint ist die Service­Stelle. Da in der vorlesungsfreien Zeit des Sommersemesters der höchste Arbeitsanfall des ganzen Jahres ansteht(vor allem: Bewerbung, Zulassung und Immatrikulation zum Winter­semester innerhalb enger bun­desweiter Fristen), ist es leider nicht möglich, in. diesem Zeitraumnormale Sprech­zeiten aller Mitarbeiterinnen abzuhalten. Der Arbeitsanfall außerhalb der Sprechzeiten wäre trotz regelmäßiger Überstunden nicht zu bewältigen. Da aber zum gleichen Zeitraum auch ein erhöhter Nachfragebedarf ins­besondere seitens der zukünfti­gen Studierenden besteht, hat das Studierendensekretariat die Service-Stelle eingerichtet. Dies ist im wöchentlichen Wechsel eine der Mitarbeiterinnen des Studierendensekretariats, worauf durch Aushang an allen Türen des Studierendensekretariats hingewiesen wird. Diese Service­Stelle. bietet. eine erweitere Sprechzeit an:; die.normale Semester-Sprechzeit zuzüglich

zwei weiterer Nachmittagssprechstunden am Montag und am Donnerstag, Wir bitten jedoch um Verständnis, dass diese Service­Stelle überlastet wäre, sollte sie die Funktion einer vollen erwei­terten Sprechzeit mit allen damit verbundenen Arbeiten aller Mitarbeiterinnen erfüllen. Die Service-Stelle ist in erster Linie als Anlaufstelle konzipiert wor­den, in der Anträge entge­gengenommen und Formulere zur Bewerbung ausgegeben sowie Fragen beantwortet wer­den. Ein Full-Service, wie zum Beispiel eine Immatrikulation (die ja auch schriftlich durchge­führt werden kann), ist nicht möglich; bei schwerwiegenden Problemen kann nur die jeweils zuständige Mitarbeiterin wih­rend ihrer Sprechzeit helfen.

Mitarbeiterinnen des Studie­

rendensekretariats