PUTZ 8/00
Das Letzte
Lust an Kunst
Heute vorgestellt: Kerstin Berger
Schon seit der 3. Klasse stand für Kerstin Berger, Jahrgang 1956, der Berufswunsch fest: “Ich werde Russischlehrerin”. Sie besuchte ab dieser Klassenstufe die angesehene Sprachschule im thüringischen Wickersdorf, studierte, unterrichtete, promovierte und weilte wiederholt zu Sprachstudien in Russland.
Seit vielen Jahren bietet sie in ihren Lehrveranstaltungen im
Institut für Slavistik der Universität Potsdam tschechische, weißrussische,
polnische und ukrainische Lieder an und führt Studierende so in eine besondere Praxis des Sprach- und Kulturverstehens ein.
Als Kerstin Berger früh familiäres Geborgensein verließ und mit einem mehr oder minder erquicklichen Leben im Internat tauschte, hatte das auch den Nebeneffekt, dass sie neben der intensiven Beschäftigung mit der russischen Sprache bald’eine ausgeprägte Neigung zum Singen entwickelte.
Für Berger wurden Singeklub und Chor der Schule ideale Felder musikalischen Wirkens. Frühzeitig. konnte‘ sie‘. ım
Gitarrenspiel zu‘. jeigenem Ausdruck finden. Kerstin Berger studierte
Russisch und Englisch von 1975 bis 1979, während sie gleichzeitig zwischen 1975 und 1976 dem einst renommierten Singeklub
“Spartakus”““angehörte und 1977/78 ihr Auslandsstudium begann.
Als Diplomfachlehrerin unterrichtete sie in Spezialklassen drei bis zehn Russisch und Englisch an einer Schule in Chemnitz.
Kerstin Berger ging 1983 in die
Assistenz‘... im Fachbereich Slavistik der früheren Pädagogischen Hochschule, absolvierte 1985 einen Studienaufenthalt an der Moskauer Lomonossov
Universität und promovierte‘ zur Thematik der Vernetzung von Sprachwissenschaft und Sprach
praxis, ‚insbesondere: der Lexikologie.
In Lehrgebieten: wie. Fachsprache Linguistik, Stilistik,
spezielle Lexikologie, Phraseolo
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Wirtschaftsrussisch und hat sie seither
gie; Landeskunde unterrichtet. Daneben hält die UniMitarbeiterin Übersetzungskurse, publiziert und beschäftigt sich seit 1992 aktiv mit der tschechischen Sprache, wozu inzwischen auch die regelmäßige Teilnahme am Berliner Bohemicum der HumboldtUniversität zu Berlin gehört. Über ihren Liedkurs am Institut
für Slavistik der Universität
Potsdam sagt Kerstin Berger: “Wie bei Märchen, Sagen und Erzählungen erfahren die Studierenden über das Liedsingen
Kerstin Berger studiert in ihrem Liedkurs sowohl Volkslieder als auch Texte von Liedermachern ein.
Foto: zg.
von Eigengesetzlichkeiten und idiomatischen Wendungen slavischer Sprach- und Kulturvielfalt”. Gesungen werden sowohl Volkslieder als auch Texte von Liedermachern wie Bulat Okudzava, Vladimir Vysotzky, Zanna Bitschewskaja oder Alla Pugatcova. Auch größere künstlerische Programme hat Berger geleitet und Querflöte, Geige, Keyboard eingesetzt. So konnte erst im vergangenen Jahr das Märchen “Vom Fischer und dem Fischlein”(nach der Puschkin-Version von“Der Fischer und seine Frau”) mit anderen Kolleginnen und Kollegen zum Fakultätsfest und in musikalischer Begleitung umgesetzt werden.
PÖK
I Meckerecke
Öffnungszeiten zu kurz
Zwangsläufig ist es so, dass in der Zeit vor Beginn eines Semesters viele Studierende beim Studentensekretariat zur Einschreibung vorbeischauen. Es ist mir daher völlig unverständlich, warum gerade in den Semesterferien die Öffnungszeiten dieser Einrichtung eingeschränkt werden. Die Öffnungszeiten sind alles andere als studierendenfreundlich gestaltet, und es wäre eine Überlegung wert, sie gerade in dieser Periode, in der reger Andrang herrscht, auszudehnen. Joris Spindler
Reaktion
Wir danken der Redaktion der PUTZ, uns hier einen Platz für eine Stellungnahme zu dieser Beschwerde einzuräumen. Gibt uns dies doch Gelegenheit, auf einen Kundendienst aufmerksam zu machen, der, obwohl er seit Sommersemester 1999 ange: boten wird, offensichtlich noch nicht allen Studierenden bekannt ist. Gemeint ist die ServiceStelle. Da in der vorlesungsfreien Zeit des Sommersemesters der höchste Arbeitsanfall des ganzen Jahres ansteht(vor allem: Bewerbung, Zulassung und Immatrikulation zum Wintersemester innerhalb enger bundesweiter Fristen), ist es leider nicht‘ möglich, in. diesem Zeitraum“normale” Sprechzeiten aller Mitarbeiterinnen abzuhalten. Der Arbeitsanfall außerhalb der Sprechzeiten wäre trotz regelmäßiger Überstunden nicht zu bewältigen. Da aber zum gleichen Zeitraum auch ein erhöhter Nachfragebedarf insbesondere seitens der zukünftigen Studierenden besteht, hat das Studierendensekretariat die Service-Stelle eingerichtet. Dies ist im wöchentlichen Wechsel eine der Mitarbeiterinnen des Studierendensekretariats, worauf durch Aushang an allen Türen des Studierendensekretariats hingewiesen wird. Diese ServiceStelle. bietet. eine erweitere Sprechzeit an:; die.“normale” Semester-Sprechzeit zuzüglich
zwei weiterer Nachmittagssprechstunden am Montag und am Donnerstag, Wir bitten jedoch um Verständnis, dass diese ServiceStelle überlastet wäre, sollte sie die Funktion einer vollen erweiterten Sprechzeit mit allen damit verbundenen Arbeiten aller Mitarbeiterinnen erfüllen. Die Service-Stelle ist in erster Linie als Anlaufstelle konzipiert worden, in der Anträge entgegengenommen und Formulere zur Bewerbung ausgegeben sowie Fragen beantwortet werden. Ein Full-Service, wie zum Beispiel eine Immatrikulation (die ja auch schriftlich durchgeführt werden kann), ist nicht möglich; bei schwerwiegenden Problemen kann nur die jeweils zuständige Mitarbeiterin wihrend ihrer Sprechzeit helfen.
Mitarbeiterinnen des Studie
rendensekretariats