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Zehn Jahre Universität Potsdam
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November 1996
Das brandenburgische Wissenschaftsministerium greift erneut in die Finanzen der Universität Potsdam ein. Es wird festgelegt, dass nur noch 209 Professuren finanziert werden.
14. April 1997
Das Orchester der Uni Sinfonjetta Potsdam probt zum ersten Mal. Der Klangkörper hat rund 55 Mitglieder, die aus allen Fakultäten der Uni kommen. Gepflegt wird das klassische Orchesterrepertoire, Sinfonien von Haydn, Schubert, Mendelssohn, ebenso wie Instrumentalkonzerte von Mozart, Beethoven und Chopin.
28. April 1997
3500 Studierende und Mitarbeiter der Universität Potsdam demonstrieren in der Innenstadt Potsdams unter dem Motto“Für intelligentes Sparen”. Die Professurenzahl soll: zum wiederholten Male reduziert werden, nun auf 190.
Mai 1997;
In einer Stellungnahme befürwortet der Wissenschaftsrat den Aufbau der MathematischNaturwissenschaftlichen Fakultät am Standort Golm. Der Wissenschaftsrat hält das von der Fakultät vorgelegte Entwicklungskonzept für geeignet, im regionalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Hervorgehoben wird das Konzept der Entwicklung von kleinen, eng miteinander verzahnten Fächern und ausgewählten Forschungsschwerpunkten in Wechselbeziehung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
Mai 1997
Die Universität Potsdam und die Stadt Porsdam unterzeichnen einen Kooperationsvertrag.
Neuanfang aus der Ferne
Zehn Jahre Universität Potsdam bedeuten 53 Jahre akademische Bildung in Potsdam. Zu den ersten Einrichtungen der 1948 gegründeten Brandenburgische Landeshochschule Potsdam gehörte das Seminar für Englische Philologie. 1952 geschlossen und fünf Jahre später als Institut für Anglistik wiedereröffnet, wurde es später mit dem Institut für Slawistik zur Sektion Slawistik/Anglistik verbunden.
Zehn Jahre Universität Potsdam bedeuten auch 47 Jahre Anglistik/Amerikanistik in Potsdam. Der heute an der
University of California, Irvine, lehrende Robert Weimann, der Postmoderne-Spezialist und| der
Utz
Riese international
anerkannte Joyce-Experte Wolfgang Wicht lehrten hier. Sie sorgten dafür, dass Lehre und Forschung auch angesichts ide
ologischer und materieller Beschränkungen kritisch blie
ben.
Zehn Jahre Universität Potsdam bedeuten fürsmich 24 Jahre erlebte Anglistik/Amerikanistik in Potsdam: Studium, For; schungsstudium, Promotion, ein Arbeitsklima, in dem einander zugehört und geholfen wird. Zehn Jahre Universität Potsdam bedeuten zwölf Jahre Anglistik/ Amerikanistik nach der Wende: Neue Seminare, neue Studiengänge, Aufbau einer Zzeitgemäßen Bibliothek, Kontakte zu Amerikanistiken deutschlandweit; für mich Forschungsaufenthalte in den USA.
Zehn Jahre Universität Potsdam sind schließlich auch die Erinnerung an einen Neuanfang, den ich 1991 aus der Ferne an der Stanford University erlebte, unsicher noch, ob die neu- und wiedergegründete Universität mich weiter unterstützen würde. Jeder, der die vergangenen Jahre miterlebt hat, weiß, dass die Umstrukturierung nicht einfach war, für keinen der Beteiligten. Es hat geklappt in Potsdam, für die Anglistik/Amerikanistik wie für mich.
Dr. Cornelia Freitag/Institut für Anglistik und Amerikanistik
Wirtschaft dabei
Es gibt gute Gründe; auf die letzten zehn Jahre mit Stolz zurück zu blicken. Was sich da auf den„Grundpfeilern“ der guten alten PH entwickelt hat, ist eine Leistung, an der viele ihren Anteil haben. Auch wenn es nicht immer ein Vergnügen war- es hat Spaß gemacht, von Anfang an am Aufbau der Transferstelle der Uni mitgewirkt| zu| haben.[Als „Jransfermensch“ mir wünschen, dass sich noch viel mehr Wissenschaftler und Studenten einer Kooperation mit der Wirtschaft, insbesondere auch mit den regionalen Unternehmen öffnen. Die umfassenden Dienstleistungen des PITT in den Bereichen Patente, Messen und Präsentationen, Projektmanagement, Existenzgründung sollten unbedingt genutzt werden. Projekte mit der Wirtschaft bringen mit Sicherheit weit mehr als nur zusätzliche Arbeit ein.
Dr. Andreas Bohlen/Leiter des Potsdamer Innovationsund Technologietransfer (PITT/Universität Potsdam Transfer GmbH)
ribukeit
würde ich
EM Studierende insgesamt
„Fachsemester gesamt