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Preiswert, uninah— aber auch sicher?
Internationales Leben in den Wohnheimen
Schöner Wohnen: Das Studentenwerk bemüht sich nicht nur um eine gemütliche
Wohnatmosphäre
Wie jedes Jahr beginnen zum Wintersemester auch eine Vielzahl ausländischer Studierender ein Studium an der Uni Potsdam. Die Mitarbeiter vom Studentenwerk sind vorbereitet, die Zimmer sind gerichtet...
gen, damit der Einzug der Gäste reibungslos erfolgen kann. Partner helfen dabei. An der Universität Potsdam ist es Elisa Leube vom Akademischen Auslandsamt, die sich frühzeitig mit den Studentenwerksmitarbeitern in Verbindung setzt, weil sie die Wünsche„ihrer“
S chon lange vorher laufen die Vorbereitun
Studierenden genau kennt.„Die jungen Leute wollen ein preisgünstiges, möglichst uninahes und individuelles Zimmer“, weiß sie aus eigener Erfahrung.
International geht es eigentlich an allen Wohnheimstandorten in Potsdam zu. Und das, obwohl diese im Standard erhebliche Unterschiede aufweisen. Sorgen bereitet den Studentenwerksmitarbeitern dabei insbesondere der Komplex Golm.„Hier fehlt es an Gaststätten, Kultureinrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten, günstigen Verkehrsanbindungen“, beschreibt Peter Ellmer, im Studentenwerk zuständig für Wohnungsfragen, die Tristesse des Ortes. Wer jedoch annimmt, dass die ausländischen Studierenden ihn deshalb um Hilfe bitten, irrt. Selbst, als im vergangenen Jahr von fremdenfeindlichen Übergriffen zu hören war, kam kein Betroffener
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Foto: Fritze
Service-Paket
Seit drei Jahren bietet das Studentenwerk Potsdam den neuen ausländischen Studierenden an, das so genannte„Service-Paket“ zu erwerben. Kauft der Studierende das Paket, das 3000 Mark kostet und damit in seinem Preis im Bundesdurchschnitt liegt, hat er gleich mehrere Probleme auf einmal gelöst. Für ein halbes Jahr sind das bereit gestellte Zimmer, die Essenmarken, das Semesterticket und die Studiengebühren bezahlt.
In anderen Universitätsstädten ist dieser Service bereits ein Renner. Red.
zu ihm.„Bei mir hat sich niemand gemeldet“, versichert er. Dennoch habe man nach den Übergriffen sofort reagiert. Heute gibt es beispielsweise neue Haustüren. Gerade in Betrieb gehen moderne Wechselsprechanlagen, die die Kommunikation trotz verschlossener Hauseingänge ermöglichen.„Wir können damit etwas mehr Sicherheit bieten“, stellt Ellmer fest.
Tutoren helfen
Neue Wege will man künftig auch in Sachen Integration der Neuen gehen. Dazu gehört, dass Wohnheimtutoren agieren werden. Die Tutoren sollen zum einen Ansprechpartner für alle diejenigen sein, die Hilfe bei der Bewältigung von studentischen oder alltäglichen Problemen benötigen. Zum anderen sollen sie Kontakte vermitteln.„Die ‚Neuen’ kennen schließlich nicht einmal die Kommilitonen aus dem eigenen Land“, unterstreicht Gudrun Wewetzer, im Studentenwerk zuständig für die Sozialberatung, die Notwendigkeit des Tutorenprogramms.
Ein Paradebeispiel für ein funktionierendes Miteinander deutscher und ausländischer Studierender soll das zu Studienjahresbeginn eröffnete Max-Kade-Haus werden. Hier leben in diesem Wintersemester 112 Studierende aus acht Nationen. Sie alle sorgen für ein internationales Flair, das Schule machen könnte. pg