Heft 
(1.1.2019) 11
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Uni Aktuell

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Brezeln zum Start

Erstsemesterbegrüßung im Hans Otto Theater

Nicht allen 3700 Neuen konnte Rektor Loschelder persönlich die Hand drücken.

ir werden nichts bewegen ohne Sie. \ X/ Mit diesen Worten begrüßte der Rek­tor der Universität Potsdam, Prof. Dr.

Wolfgang Loschelder, am 15. Oktober die Neuen an seiner Uni. Er ermunterte im Hans Otto The­ater die mehr als 3700 Erstsemester dazu, das Studiumnicht zurückgelehnt im Fernsehses­sel zu absolvieren. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation der Hochschule rief er die Studierenden auf, sich politisch zu engagieren.

Die Studierenden stellen eine Bereicherung für die Stadt dar, so Bürgermeister Jann Jakobs. Als Beweis für das Engagement Potsdams wür­den jetzt zwei Versprechen eingelöst. Studieren­de, die ihren Erstwohnsitz in Potsdam haben, erhalten pro Semester eine Prämie von 100 DM. Außerdem soll das von den Studierenden lang ersehnte und erkämpfte Kulturzentrum seinen Sitz in der Stadtmitte in den Elflein-Höfen erhal­ten(siehe dazu auch den Beitrag in dieser Aus­gabe auf Seite 29). Dafür setzt sich seit Jahren der AStA der Uni ein. Dessen Vertreter, Till Mey­er, rief seinerseits die zukünftigen Studierenden zur aktiven Teilnahme am studentischen Leben auf:Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom, werdet keine Spießer. In Anbetracht der sinkenden Gelder für die Hochschulen, der bundesweit niedrigsten Pro-Kopf-Ausgaben

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Brandenburgs für Bildung und des Notbewirt­schaftungsplanes an der Uni sei Einmischung auch von Seiten der Studierenden dringend erforderlich:Ihr seid das intellektuelle Salz, unterstrich Meyer.

Bevor allerdings der Ernst des Studiums begann, lud die Uni zu dem inzwischen traditio­nellen Empfang mit Brezeln, Bier und Brause ein. Das Bier und die Brause wurde durch die Kindl Brauerei Berlin, Braustätte Potsdam, die Brezeln durch das Hotel Mercure Potsdam gesponsert. Thomas Wernicke vom Potsdam­Museum, Abteilung Geschichte, übernahm die Stadtführungen zum ersten Kennenlernen der

neuen Heimat auf Zeit. be

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Foto: Tibukeit

Eckpunktepapier

Eine erste Gesprächsrunde zwischen dem Rek­torat und der Wissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka zum so genannten Eckpunkte­papier zur Struktur- und Entwicklungsplanung der Universität Potsdam hat am 27. September stattgefunden. Das Gespräch behandelte Fragen zu den von der Uni geplanten acht Profilberei­chen, zum geplanten strukturellen Umbau und auch zur Einstellung von Studiengängen, wie den Diplomstudiengang Soziologie oder das Magisterfach Bohemistik. Die Gespräche sollen in Kürze fortgesetzt werden. gl

In die Zukunft geblickt

Der Landeshochschulrat hat an der Universität Potsdam getagt. Vor Ort erfolgte eine Informa­tion über den Entwicklungsstand der Hoch­schule und weitere Profilierungsmöglichkeiten. Als besonders zukunftsträchtig schätzten die Mitglieder des Landeshochschulrates die Zu­sammenarbeit mit den 21 außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Region ein. Auch die Forschungskooperation zwischen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakul­tät, der Max-Planck-Gesellschaft sowie der Fraunhofer-Gesellschaft im Wissenschaftspark Golm fand große Beachtung.Die Universität Potsdam hat sich für die aufstrebende Biotech­nologieregion Berlin-Brandenburg zu einem unverzichtbaren Partner entwickelt, unter­strich Prof. Hoffmann, ehemaliger Vorsitzen­der des Wissenschaftsrates und Leiter der Expertengruppe. Red.

Demonstriert

Tausende Menschen haben am 24. Oktober in Potsdam gegen den Bildungsabbau im Land Brandenburg demonstriert. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissen­schaft, aber auch das Rektorat und der AStA der Uni. Die Teilnehmer zogen vor den Landtag, um ihre Stimme gegen die Zustände im Bil­dungssektor zu demonstrieren. Die Kritik der universitären Demonstranten richtete sich unter anderem gegen die aufgrund der Finanz­misere drohende Verschlechterung der Stu­dienbedingungen und die damit verbundene Einschränkung von Serviceleistungen für Stu­

dierende. Red.