Uni Aktuell
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Brezeln zum Start
Erstsemesterbegrüßung im Hans Otto Theater
Nicht allen 3700 Neuen konnte Rektor Loschelder persönlich die Hand drücken.
ir werden nichts bewegen ohne Sie. \ X/ Mit diesen Worten begrüßte der Rektor der Universität Potsdam, Prof. Dr.
Wolfgang Loschelder, am 15. Oktober die Neuen an seiner Uni. Er ermunterte im Hans Otto Theater die mehr als 3700 Erstsemester dazu, das Studium„nicht zurückgelehnt im Fernsehsessel“ zu absolvieren. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation der Hochschule rief er die Studierenden auf, sich politisch zu engagieren.
Die Studierenden stellen eine Bereicherung für die Stadt dar, so Bürgermeister Jann Jakobs. Als Beweis für das Engagement Potsdams würden jetzt zwei Versprechen eingelöst. Studierende, die ihren Erstwohnsitz in Potsdam haben, erhalten pro Semester eine Prämie von 100 DM. Außerdem soll das von den Studierenden lang ersehnte und erkämpfte Kulturzentrum seinen Sitz in der Stadtmitte in den Elflein-Höfen erhalten(siehe dazu auch den Beitrag in dieser Ausgabe auf Seite 29). Dafür setzt sich seit Jahren der AStA der Uni ein. Dessen Vertreter, Till Meyer, rief seinerseits die zukünftigen Studierenden zur aktiven Teilnahme am studentischen Leben auf:„Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom, werdet keine Spießer.“ In Anbetracht der sinkenden Gelder für die Hochschulen, der bundesweit niedrigsten Pro-Kopf-Ausgaben
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Brandenburgs für Bildung und des Notbewirtschaftungsplanes an der Uni sei Einmischung auch von Seiten der Studierenden dringend erforderlich:„Ihr seid das intellektuelle Salz“, unterstrich Meyer.
Bevor allerdings der Ernst des Studiums begann, lud die Uni zu dem inzwischen traditionellen Empfang mit Brezeln, Bier und Brause ein. Das Bier und die Brause wurde durch die Kindl Brauerei Berlin, Braustätte Potsdam, die Brezeln durch das Hotel Mercure Potsdam gesponsert. Thomas Wernicke vom PotsdamMuseum, Abteilung Geschichte, übernahm die Stadtführungen zum ersten Kennenlernen der
neuen Heimat auf Zeit. be
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Foto: Tibukeit
Eckpunktepapier
Eine erste Gesprächsrunde zwischen dem Rektorat und der Wissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka zum so genannten Eckpunktepapier zur Struktur- und Entwicklungsplanung der Universität Potsdam hat am 27. September stattgefunden. Das Gespräch behandelte Fragen zu den von der Uni geplanten acht Profilbereichen, zum geplanten strukturellen Umbau und auch zur Einstellung von Studiengängen, wie den Diplomstudiengang Soziologie oder das Magisterfach Bohemistik. Die Gespräche sollen in Kürze fortgesetzt werden. gl
In die Zukunft geblickt
Der Landeshochschulrat hat an der Universität Potsdam getagt. Vor Ort erfolgte eine Information über den Entwicklungsstand der Hochschule und weitere Profilierungsmöglichkeiten. Als besonders zukunftsträchtig schätzten die Mitglieder des Landeshochschulrates die Zusammenarbeit mit den 21 außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Region ein. Auch die Forschungskooperation zwischen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, der Max-Planck-Gesellschaft sowie der Fraunhofer-Gesellschaft im Wissenschaftspark Golm fand große Beachtung.„Die Universität Potsdam hat sich für die aufstrebende Biotechnologieregion Berlin-Brandenburg zu einem unverzichtbaren Partner entwickelt“, unterstrich Prof. Hoffmann, ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrates und Leiter der Expertengruppe. Red.
Demonstriert
Tausende Menschen haben am 24. Oktober in Potsdam gegen den Bildungsabbau im Land Brandenburg demonstriert. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, aber auch das Rektorat und der AStA der Uni. Die Teilnehmer zogen vor den Landtag, um ihre Stimme gegen die Zustände im Bildungssektor zu demonstrieren. Die Kritik der universitären Demonstranten richtete sich unter anderem gegen die aufgrund der Finanzmisere drohende Verschlechterung der Studienbedingungen und die damit verbundene Einschränkung von Serviceleistungen für Stu
dierende. Red.