Heft 
(1.1.2019) 11
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Uni Aktuell

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Hüter über zahllose Daten

Vorgestellt: Jochen Bley

Jochen Bley wacht mit Argusaugen über die gesetzestreue Verwendung

personenbezogener Daten.

Noch ein letztes Telefongespräch als Datenschutz­beauftragter der Universität Potsdam... Zufrieden lehnt sich Dr. Jochen Bley an seinem Schreibtisch zurück, bevor die nächste Vorlesung beginnt.

er Endvierziger ist Dozent für Öffentli­Dee Recht an der Juristischen Fakultät

und hält Vorlesungen zu Wirtschaftsver­fassungs-, Wirtschaftsverwaltungs- beziehungs­weise zum Öffentlichen Dienstrecht. Außerdem liegt die gesamte Ausbildung im Öffentlichen Recht in der benachbarten Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät in seinen Händen. Zum Datenschutzbeauftragten wurde der Hochschullehrer 1997 vom Senat auf Vor­schlag des Rektors der Universität bestellt. Die­se Aufgabe nimmt nahezu die Hälfte seiner Arbeitszeit in Anspruch. Vertraulichkeit und Verschwiegenheit gehören zu den Prämissen seiner Tätigkeit. Bley weiß um den nötigen Schutz personenbezogener Daten, ihren mög­

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lichen Missbrauch muss er verhindern. So hatte er auch das ordnungsgemäße Verfahren um die Rasterfahndung an der Universität geprüft. Sei­ner Tätigkeit entsprechend gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Bereichen der Univer­sität, in denen Daten erhoben, übermittelt oder gelöscht werden. Besonders eng sind zwangläu­fig die Beziehungen zur Personalabteilung und zum Personalrat. Bei der Durchsetzung eines umfassenden Datenschutzes geht es in erster Linie um solche Daten, die für wissenschaftli­che und für verwaltungsinterne Zwecke genutzt werden. Persönliche Anfragen von Mitarbeitern und Studenten werden an Dr. Bley häufig her­angetragen. Auch Schulungen für Mitarbeiter oder neue Auszubildende führt er regelmäßig durch. Bley wirkt als Berater und Gutachter zugleich. So begutachtet er etwa neu eingeführ­te Regelungen im Personalbereich. Und auch privat ist der Uni-Mitarbeiter ganz aktiv. Berg­wanderungen begeistern ihn immer wieder. In der Natur tankt er Ruhe und Kraft für die näch­sten Aufgaben. Maria Pichottka

Foto: Tribukeit

Tag der Juristischen Fakultät

Am 21. November findet der diesjährige Tag der Juristischen Fakultät statt. Zunächst werden im Rahmen eines Akademischen Festaktes der Wolf-Rüdiger-Bub-Preis zur Förderung des juris­tischen Nachwuchses verliehen sowie Promo­tionsurkunden überreicht. Dem schließt sich eine wissenschaftliche Veranstaltung zum The­maNeue Medien und Recht mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion an. Mit dem Juris­tenball klingt der Tag aus.

Der Tag der Juristischen Fakultät beginnt um 13.00 Uhr im Uni-Komplex Babelsberg, August­Bebel-Straße 89, Hörsaal 2.15. be

Wissen exportieren

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat gemeinsam mit dem Deutschen Akademi­schen Austauschdienst(DAAD) das Programm Export deutscher Studienangebote auf den Weg gebracht, das im Rahmen derZukunfts­initiative Hochschule mit rund 20 Millionen Mark gefördert wird. Damit sollen erstmals deutsche Hochschulen in die Lage versetzt wer­den, Studienangebote im unternehmerischen Sinne weltweit anzubieten. Die Hochschulen erhalten für den Aufbau von Studienangeboten im Ausland eine Förderung von bis zu drei Jah­ren, danach müssen sich die Angebote selbst tragen. Der DAAD hat zunächst 22 Projekte

ausgewählt. Red.

Kollegium für Jüdische Studien

Der Rat der Philosophischen Fakultät hat die Einrichtung eines Kollegiums für Jüdische Studien(School of Jewish Studies) beschlos­sen. Grundlage des Beschlusses war die Arbeit einer vom Senatsvorsitzenden, Prof. Dr. Man­fred Görtemaker, geleiteten Kommission. Damit erhalten die Jüdischen Studien eine organisatorische Grundstruktur. Diese war notwendig geworden, seit das Abraham-Gei­ger-Kolleg, dessen Kollegiaten den Studien­gang durchlaufen, seine Arbeit aufgenommen hat. Im Kollegium arbeiten Vertreter aus der Universität und Mitarbeiter des Moses Men­delssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien. Red.