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Aktiv im Sinne der Selbstorganisation sind amphiphile Polymere, also solche, die sowohl über wasserliebende(hydrophile) als auch wasserabweisende(hydrophobe) Bestandteile verfügen. Bringt man sie in eine Flüssigkeit, schirmen die wasserliebenden Bestandteile die anderen Molekülteile gegen das Wasser ab. Es entsteht eine tröpfchenförmige Schutzhülle, die, ähnlich wie eine Seife, Fett oder Öl aufnehmen kann. Dieses Selbstorganisationsprinzip der Natur kann zum Beispiel in Prägeformen zur Herstellung nanostrukturierter Halbleitermaterialen oder in Mikrocontainern für Medikamente genutzt werden.
Letztere werden nicht nur aus synthetischen Polymeren hergestellt. Dazu eignen sich auch natürliche Polymere, wie beispielsweise das aus Chitin gewonnene Chitosan. Chitosan beschleunigt die Wundheilung und fördert die Regenerierung von Knochengewebe.
Nicht zuletzt die Polymerelektronik ist ein aktuelles Forschungsgebiet im Rahmen der Weichen Materie. Während Leuchtdioden, die auf Halbleiterpolymeren basieren, bereits am Markt eingeführt werden, ist bei Transistoren, Solarzellen und Lasern noch einiges an Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten.
Es sind keineswegs nur Wissenschaftler der Uni Potsdam, die zur Erforschung der Weichen Materie in der Region beitragen. Einen ganz wesentlichen Anteil daran haben das MaxPlanck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung(MPI-KG) und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung(1AP). Am IAP werden sowohl natürliche als auch synthetische Polymere untersucht. Herstellungsverfahren sollen ebenso verbessert werden wie die Material- und Funktionseigenschaften der Polymere. Auch die Nutzung von Polymermateria
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Am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung in Golm werden sowohl natürliche als auch synthetische
Polymere untersucht.
lien für Hochtechnologieanwendungen steht auf‘ dem Programm des IAP.
Das MPI-KG widmet sich der Synthese und Charakterisierung von Kolloiden, Strukturen im Nano- und Mikrometerbereich, die aus verschiedensten Materialien aufgebaut sein können. Erforscht werden neue Methoden der Herstellung und Verarbeitung solcher Kolloide sowie allgemeine Gesetzmäßigkeiten, die der Strukturbildung und Selbstorganisation solcher Systeme zugrunde liegen.
Auch Studierende haben die Möglichkeit, mit dem hochaktuellen Forschungsgebiet„Soft Matter“ in Berührung zu kommen. Physiker können sich seit dem vergangenen Semester für die Vertiefungsrichtung„Soft Matter“ entscheiden. Gemeinsam mit den drei Berliner Universitäten bietet die Uni Potsdam auch den Master-Studiengang Polymer Science an. Für Studierende mit einem Abschluss in Physik, Biologie oder Chemie organisiert das MPI-KG die International Max Planck Research School on Biomimetic Systems, die in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam und in Kooperation mit weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen der Region durchgeführt wird.
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Interessierte finden weitere Informationen zu den Einrichtungen und Studiengängen im Internet. Hier die Adressen:
Universität Potsdam: http: //www.uni-potsdam.de
Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung: http://www.iap.fhg.de
Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung: http: //www.mpikg-golm.mpg.de/
Master-Studiengang Polymer-Science: http://pmmo8.physik.hu-berlin.de/ps/pshome.htm
International Max Planck Research School on Biomimetic Systems: http: //www.IMPRS.org
Am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung wid
men sich Wissenschaftler neuen Methoden der Herstellung und Verarbeitung von Kolloiden und den damit zusammenhängenden Problemen.
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