Titel
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Genaue Messungen
möglich
Leistungsfähiges Spektrometer liefert Erkenntnisse zu Molekülbewegungen
Fotos: Fritze
lektrischen Spektrometer steht in der
Arbeitsgruppe Angewandte Physik kondensierter Materie der Universität Potsdam. Mit ihm werden die Bewegungen von Molekülen zum Beispiel in Polymeren untersucht und damit wichtige Erkenntnisse zur Struktur dieser Stoffe und zur Dynamik ihrer Bausteine gewonnen. Das Prinzip ist einfach: Viele Stoffe enthalten elektrisch polare Moleküle. Diese werden in einem elektrischen Wechselfeld zu Schwingungen angeregt. Da Bindungskräfte und strukturelle Barrieren im Material diese Bewegung behindern, bleibt die Molekülschwingung hinter der Anregung zurück. Die Messung dieser zeitlichen Verzögerung— der Phasenverschiebung— liefert die gesuchten Informationen. Die Leistungsfähigkeit des Potsdamer Geräts beruht auf zwei Eigenschaften. Zum einen gestattet es vollautomatische Messungen über 15 Frequenzdekaden
E ines der weltweit leistungsfähigsten die
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des elektrischen Wechselfeldes, vom Mikrohertzbis in den Gigahertzbereich, bei Temperaturen zwischen-150 und+450 Grad Celsius. Das Wesentliche ist jedoch die hohe Empfindlichkeit. Es können Phasenverschiebungen von weniger als 1/1000 Grad nachgewiesen werden. Damit
wird es möglich, Materialien zu untersuchen, deren Bausteine nur sehr schwach polar sind. Durch einen Trick gelang es sogar, die Bewegungen elektrisch neutraler Moleküle sichtbar zu machen. Dazu werden diese mit polaren Bausteinen„dekoriert“. So konnte erstmals ein Übergang des Polyethylens vom flüssigen zum glasförmigen Zustand sicher nachgewiesen werden. Beim Werkstoff Teflon soll das Dekorieren mit polaren Molekülen Ladungsträgerfallen aufspüren, die vermutlich für dessen außergewöhnlich gute Ladungsspeichereigenschaften verantwortlich sind.
Peter Frübing
Im Uni-Institut für Physik steht eines der weltweit leistungsfähigsten Spektrometer.
Dr.Peter Frübing ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur
Angewandte Physik kondensierter Materie im Institut für Physik der Universität Potsdam.
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