Heft 
(1.1.2019) 05
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Mit Opole verbunden

Im Rahmen der inzwischen 3o-jährigen Städ­tepartnerschaft zwischen Potsdam und Opole verbindet auch die Hochschuleinrichtungen beider Städte eine langjährige Zusammenar­beit. Neben Mathematikern, Slavisten und Pädagogen kooperieren Wirtschaftswissen­schaftler, Physiker, Germanisten und Forscher aus dem Bereich Arbeitslehre der Universitä­ten Potsdam und Opole. Das Jubiläum der Städtepartnerschaft nehmen Studierende des Instituts für Slavistik zum Anlass, eine studen­tische wissenschaftliche Konferenz auszurich­ten. Sie wird in der zweiten Jahreshälfte in Polen stattfinden. Anfang Juni dieses Jahres weilte der Prorektor für internationale Bezie­hungen der Universität Opole, Prof. Dr. Janusz S?odczyk, aus Anlass des offiziellen Pro­gramms3o Jahre Städtepartnerschaft in Potsdam. Er nutzte die Gelegenheit, um mit seiner Amtskollegin an der Universität Pots­dam, Prof. Dr. Gerda Haßler, zu sprechen und sich mit Fachwissenschaftlern über den Stand und die Zukunft ihrer Zusammenarbeit zu

beraten. be

Russisch-jüdische Zuwanderung

Mit Unterstützung der VolkswagenStiftung kann das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Univer­sität Potsdam(MMZ) seine langjährige Migra­tionsforschung zur Frage der Integration und Selbstbehauptung russischer Juden mit einem internationalen Großprojekt auf interdiszipli­närer Grundlage fortsetzen(s. auch S. 43). Das MMZ kooperiert dabei mit dem International Institute of Sociology der Universität Tel Aviv, Israel und der Augusta State University Geor­gia, USA. Ein erster Erfahrungsaustausch erfolgte in Potsdam am 12. Juni. Thematischer Schwerpunkt war die Untersuchung von Besonderheiten und Problemen der soziokul­turellen Integration von jüdischen Immigran­ten aus dem Gebiet der früheren Sowjetunion, die sich seit Anfang der 90er Jahre in Israel, Deutschland und den USA angesiedelt haben. Ziel der Forschungen ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verhältnis von Integra­tion und Selbstbehauptung der Betroffenen zu ermitteln.

Red.

Uni Aktuell

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Die Aussichten sind gut

100. Senatssitzung mit Ministerpräsident und Wissenschaftsministerin

Anlass über die Zukunft der Universität Potsdam und die Entwicklung von Wissenschaft und For­schung im Land Brandenburg zu diskutieren, gab es am 17. April 2003 auf der 100. Senatssitzung. Ministerpräsident Matthias Platzeck und Wissen­schaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka lie­ßen es sich nicht nehmen, an dieser Jubiläumssit­zung teilzunehmen.

y ei der Entwicklung der Universität Pots­

dam hat sich nach den Worten von Uni­1 Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder eine neue Entschlossenheit formiert. Bis heu­te sei die in den Jahren der Gründung der Uni­versität gewachsene Begeisterung für die Sache zu spüren. Nun würde eine jüngere Generation auf dem damals geschaffenen Fundament auf­bauen und auf Exzellenz setzen. Dies sei auch deshalb notwendig,weil wir in immer mehr Fel­dern in Spitzenbereiche vordringen müssen, so der Rektor.

Matthias Platzeck bescheinigte der Hoch­schule, eine Einrichtung mit großer, positiver Ausstrahlung zu sein. Keinen Zweifel ließen die Politiker daran, dass die Landesregierung Wis­senschaft und Forschung bei ihren Entscheidun­gen Priorität einräumt. Die Zukunft läge in wis­sensbasierten Technologien. Die Universitäten müssen nach Auffassung von Matthias Platzeck Orte geistiger Anstrengungen sein, um die Ent­

wicklung voranzutreiben. Er forderte, den Pra­xisbezug und die Vernetzung zu vielfältigen Part­nern insbesondere in der Wirtschaft auszubau­en sowie verstärkte Anstrengungen auf dem Gebiet hochwertiger Wertschöpfungen zu unter­nehmen.

Auf konkrete Fragen antwortend, konnte Johanna Wanka bestätigen, dass der Termin für den ersten Spatenstich für den Bau eines moder­nen Technologie- und Gründerzentrums in Golm bereits feststeht. Damit erhalten Forscher des Wissenschaftsparkes Golm Gelegenheit, sich vor Ort selbstständig zu machen.

Und Fragen nach Ausfinanzierung der Hoch­schule und Planungssicherheit wurden mit bekannten Äußerungen wie mehr Geld könne der Hochschule nicht zur Verfügung gestellt wer­den, aber ihre Entscheidungsfreiräume würden sich vergrößern, beantwortet. Somit könnten die Hochschulen die vorhandenen finanziellen Mittel effektiver einsetzen.

In der weiteren Diskussion wurden solche Themenbereiche wie die leistungsbezogene Mittelverteilung oder die Bibliothekssituation thematisiert. Der Physiker Prof. Dr. Ralf Menzel schlug vor, eine Initiative zur Deregulierung zu starten. Es soll nun eine Vorschlagsliste erarbei­tet werden, in der Regularien aufgeführt werden, die vereinfacht oder sogar abgeschafft werden können. be

Diskussionen um die Zukunft der Universität: Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka,

Senatsvorsitzender Prof. Dr. Manfred Görtemaker, Ministerpräsident Matthias Platzeck,

Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder(v.l.n.r.)

Portal 5-7/03

Foto: Fritze