Mit Opole verbunden
Im Rahmen der inzwischen 3o-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Potsdam und Opole verbindet auch die Hochschuleinrichtungen beider Städte eine langjährige Zusammenarbeit. Neben Mathematikern, Slavisten und Pädagogen kooperieren Wirtschaftswissenschaftler, Physiker, Germanisten und Forscher aus dem Bereich Arbeitslehre der Universitäten Potsdam und Opole. Das Jubiläum der Städtepartnerschaft nehmen Studierende des Instituts für Slavistik zum Anlass, eine studentische wissenschaftliche Konferenz auszurichten. Sie wird in der zweiten Jahreshälfte in Polen stattfinden. Anfang Juni dieses Jahres weilte der Prorektor für internationale Beziehungen der Universität Opole, Prof. Dr. Janusz S?odczyk, aus Anlass des offiziellen Programms„3o Jahre Städtepartnerschaft“ in Potsdam. Er nutzte die Gelegenheit, um mit seiner Amtskollegin an der Universität Potsdam, Prof. Dr. Gerda Haßler, zu sprechen und sich mit Fachwissenschaftlern über den Stand und die Zukunft ihrer Zusammenarbeit zu
beraten. be
Russisch-jüdische Zuwanderung
Mit Unterstützung der VolkswagenStiftung kann das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam(MMZ) seine langjährige Migrationsforschung zur Frage der Integration und Selbstbehauptung russischer Juden mit einem internationalen Großprojekt auf interdisziplinärer Grundlage fortsetzen(s. auch S. 43). Das MMZ kooperiert dabei mit dem International Institute of Sociology der Universität Tel Aviv, Israel und der Augusta State University Georgia, USA. Ein erster Erfahrungsaustausch erfolgte in Potsdam am 12. Juni. Thematischer Schwerpunkt war die Untersuchung von Besonderheiten und Problemen der soziokulturellen Integration von jüdischen Immigranten aus dem Gebiet der früheren Sowjetunion, die sich seit Anfang der 90er Jahre in Israel, Deutschland und den USA angesiedelt haben. Ziel der Forschungen ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verhältnis von Integration und Selbstbehauptung der Betroffenen zu ermitteln.
Red.
Uni Aktuell
www.uni-potsdam.de/portal juno3/uniaktuell
Die Aussichten sind gut
100. Senatssitzung mit Ministerpräsident und Wissenschaftsministerin
Anlass über die Zukunft der Universität Potsdam und die Entwicklung von Wissenschaft und Forschung im Land Brandenburg zu diskutieren, gab es am 17. April 2003 auf der 100. Senatssitzung. Ministerpräsident Matthias Platzeck und Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka ließen es sich nicht nehmen, an dieser Jubiläumssitzung teilzunehmen.
y— ei der Entwicklung der Universität Pots
— dam hat sich nach den Worten von Uni1 Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder „eine neue Entschlossenheit formiert“. Bis heute sei die in den Jahren der Gründung der Universität gewachsene Begeisterung für die Sache zu spüren. Nun würde eine jüngere Generation auf dem damals geschaffenen Fundament aufbauen und auf Exzellenz setzen. Dies sei auch deshalb notwendig,„weil wir in immer mehr Feldern in Spitzenbereiche vordringen müssen“, so der Rektor.
Matthias Platzeck bescheinigte der Hochschule, eine Einrichtung mit großer, positiver Ausstrahlung zu sein. Keinen Zweifel ließen die Politiker daran, dass die Landesregierung Wissenschaft und Forschung bei ihren Entscheidungen Priorität einräumt. Die Zukunft läge in wissensbasierten Technologien. Die Universitäten müssen nach Auffassung von Matthias Platzeck Orte geistiger Anstrengungen sein, um die Ent
wicklung voranzutreiben. Er forderte, den Praxisbezug und die Vernetzung zu vielfältigen Partnern insbesondere in der Wirtschaft auszubauen sowie verstärkte Anstrengungen auf dem Gebiet hochwertiger Wertschöpfungen zu unternehmen.
Auf konkrete Fragen antwortend, konnte Johanna Wanka bestätigen, dass der Termin für den ersten Spatenstich für den Bau eines modernen Technologie- und Gründerzentrums in Golm bereits feststeht. Damit erhalten Forscher des Wissenschaftsparkes Golm Gelegenheit, sich vor Ort selbstständig zu machen.
Und Fragen nach Ausfinanzierung der Hochschule und Planungssicherheit wurden mit bekannten Äußerungen wie mehr Geld könne der Hochschule nicht zur Verfügung gestellt werden, aber ihre Entscheidungsfreiräume würden sich vergrößern, beantwortet. Somit könnten die Hochschulen die vorhandenen finanziellen Mittel effektiver einsetzen.
In der weiteren Diskussion wurden solche Themenbereiche wie die leistungsbezogene Mittelverteilung oder die Bibliothekssituation thematisiert. Der Physiker Prof. Dr. Ralf Menzel schlug vor, eine Initiative zur Deregulierung zu starten. Es soll nun eine Vorschlagsliste erarbeitet werden, in der Regularien aufgeführt werden, die vereinfacht oder sogar abgeschafft werden können. be
Diskussionen um die Zukunft der Universität: Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka,
Senatsvorsitzender Prof. Dr. Manfred Görtemaker, Ministerpräsident Matthias Platzeck,
Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder(v.l.n.r.)
Portal 5-7/03
Foto: Fritze