Abriss und Neubau
Auch für die großen Vorlesungen ist dann Platz
Schon jetzt ist der Uni-Komplex Griebnitzsee an der Babelsberger August-Bebel-Straße mit seinen Gebäuden, Cafeterien und Studentenwohnungen ein echter Campus. Doch er soll noch schöner werden. Das Gelände wird derzeit weiter ausgebaut. Hier entsteht ein neues Hörsaal- und Seminargebäude. Dafür mussten zunächst einmal Bäume weichen.
ann genau der erste Spatenstich \ X/ erfolgt, steht jedoch noch in den Sternen. Gegenwärtig geht es um die„klei
nen“ Dinge am Rande: Heizungs-, Elektro- und Wasserleitungen werden verlegt, damit die technischen Voraussetzungen für den Bau existieren. Dessen tatsächlicher Beginn hängt von der Klärung der Anzahl vorhandener Stellplatzkapazitäten für die Autos ab. Angestrebt sind insgesamt 350 Parkplätze.„Gemessen an dem, was da ist, wäre dies ein großer Aufwuchs“, erläutert der zuständige Baudezernent Dr. Volker Pohl die Planung.„Sollten jedoch alle Stränge reißen, müssen wir auf 100 Plätze verzichten, um das gesamte Vorhaben nicht zu gefährden.“ Hintergrund hierfür ist der Streit um eine weitere Waldrodung. Die nämlich könnte durch die Stadtverordnetenversammlung gekippt werden, sollte ein bereits angekündigter entsprechender Antrag die Mehrheit finden.
Das neue Gebäude besitzt große Bedeutung für das zukünftige Aussehen der Universität. Denn der Hochschulkomplex im Park Babelsberg soll in den nächsten Jahren aufgegeben werden. Dann schwebt die Abrissbirne nach und nach über das Gelände, nur wenig bleibt stehen. „Unser Rückzug stellt sicher eine kulturhistorisch gute Tat dar“, zeigt sich Pohl überzeugt. Der jedoch solle erst anfangen, wenn es am Grieb
Noch Baufeld: Später Hörsäle und Seminarräume.
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nitzsee Ersatz durch das jetzt in Angriff genommene neue Haus gibt. Pohl selbst rechnet mit bis zu drei Jahren Bauzeit.
Errichtet werden soll das dreistöckige Hörsaalund Seminargebäude zwischen dem Hauptgebäude mit Unterrichtsräumen und Mensa sowie dem Hasso-Plattner-Institut. Er wird sozusagen an das Haus ı angedockt. Einmal an den Küchenbereich, zum anderen an den Bereich der Zentralen Einrichtung für Informationsverarbeitung und Kommunikation(ZEIK). Bei der Gelegenheit entsteht eine neue Küche und ein moderner Speisesaal.„Wir haben dort Hörsäle für je 800, 500, 150 und 100 Studierende. Dazu kommen etliche Seminarräume in der Größenordnung von 50 bis 90 Plätzen“, so der Uni-Dezernent zu den Gegebenheiten. Klappt alles, stehen am Ende 6000 Quadratmeter Hauptnutzungsfläche zur Verfügung. Rund 23 Millionen Euro kostet die Realisierung des gesamten Projekts. Das Geld hierfür fließt aus Töpfen des Landes, des Bundes und auch der Europäischen Union.
„Wenn alle Baumaßnahmen einschließlich der Gestaltung der Außenanlagen fertig sind, ist es ein Standort, der seinesgleichen sucht“, schwärmt Pohl über das schon heute attraktive Gelände. Auch, weil es verkehrstechnisch bestens erschlossen ist.„So.etwas gibt es kaum noch einmal in Deutschland. Bis vor die Tür fahren die Regionalbahn und die S-Bahn. Die Busse halten sogar auf dem Campus“, stellt er fest. Dass die Auto-Stellflächen nicht reichen, sei allerdings ein Wermutstropfen, den insbesondere die umliegende Bevölkerung spüre. Wertvolle Hilfe leiste hier das Semesterticket. Wer in der Region wohne, könne es bequem nutzen. Das aber hat sich augenscheinlich noch nicht bei allen herumgesprochen... pg
Foto: Fritze
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Tipps und Termine Universität Potsdam
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„Menschenrechte und Bioethik“ Uni-Komplex Am Neuen Palais, Haus 08, Foyerräume
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Weitere Veranstaltungen der Uni Potsdam sind im Internet unter http://www.uni-potsdam.de/ db/PresseDB/index.php nachzulesen.
Region
22. Juni bis 28. September 2003 SONDERAUSSTELLUNG
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