Heft 
(1.1.2019) 08
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Für Qualität und Exzellenz

Landeshochschulrat legt Empfehlungen zur Hochschulentwicklung vor

Der Landeshochschulrat Brandenburg(LHR) übergab Ende Juni dieses Jahres dem Ministerprä­sidenten des Landes, Matthias Platzeck,Empfeh­lungen zur Hochschulentwicklung im Land Bran­denburg. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf die Erschließung von Ressourcen, die eine Qualitätssteigerung auch bei knapper Kassenlage erlauben. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung des Studienangebotes, die Förderung des wissen­schaftlichen Nachwuchses, die Verhinderung von Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte und der Beitrag von leistungsfähigen Hochschulen zur Stärkung der ökonomischen Basis des Landes.

er Landeshochschulrat empfiehlt die

|) iemetzung der Hochschulen zu einem Hochschulsystem Brandenburg als eine Ressource für Qualitätssteigerung. Er plädiert weiter für ein gemeinsames Aktionsbündnis von Landesrektorenkonferenz und der Landesvereinigung außeruniversitärer

Brandenburgischer

Forschung in Brandenburg zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der LHR regt

Mitglieder des LHR

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat am 23. September 2003 neue Mitglieder in den Landes­hochschulrat Brandenburg(LHR) für eine Amts­zeit bis 2007 bestellt. Mitglieder des LHR sind jetzt: Prof. Dr. Catherine Bandle, em., Prof. Dr. Michael Daxner, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, Prof. Dr. Karin Donhauser, Hum­boldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte, Freie Universität Berlin, Dr. Ale­xander Gauland, Herausgeber der Märkischen Allgemeinen Zeitung, Prof. Dr. Jens Goebel, Fachhochschule Schmalkalden, Prof. Hans-Jür­gen Kaschade, FensterART GmbH Co. KG Wer­neuchen, Hubert Marbach, Vattenfall Europe Mining, Dr. Etta Schiller, Vereinpro Branden­burg, Prof. Dr. Johann Schneider, Fachhoch­schule Frankfurt/Main, Erwin Staudt, IBM­Deutschland GmbH, Prof. Dr. Bernd Stecher, Siemens AG und Prof. Dr. Cornelius Weiss, em. Vorsitzender des LHR ist Prof. Dr. Johann Schneider. Red.

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ebenso an, die Kooperation von Hochschulen, Wirtschaft und Regionen im Rahmen des Landes­innovationskonzeptes auszubauen. Zur größeren Planungssicherheit schlägt das Gremium den Abschluss einer langfristigen Rahmenvereinba­rung zwischen dem Land und den Hochschulen, einen Hochschulpakt, vor.

Die Empfehlungen des LHR für die Entwick­lung des brandenburgischen Hochschulsystems werden durch die Empfehlungen für die einzel­nen Hochschulen ergänzt. Was die Universität Potsdam betrifft, so geht es unter anderem um das Potsdamer Modell der Lehrerbildung.Hier scheint eine Verständigung über eine Integration von fachlicher Ausbildung mit den erziehungs­wissenschaftlichen und fachdidaktischen Studien­inhalten sowie über eine gemeinsame Verantwor­tung der Fakultäten für die Lehrerbildung notwen­dig zu sein. Mit dem Zentrum für Lehrerbildung sei ein Schritt in die richtige Richtung getan wor­den. Für die Lehrerbildung an der Universität seien die Möglichkeiten für eine konsekutive Stu­dienkonzeption zu prüfen. Der LHR empfiehlt der Universität und dem Land, eine gemeinsame Plattform mit dem Land Berlin und den Berliner Universitäten zur Arbeit an der Strukturreform der Lehrerbildung zu finden und den Schritt zu einer konsekutiven Studienanlage mit Bachelor­und Master-Abschlüssen aktiv mit zu gestalten. Sonst bestehe die Gefahr, dass wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Potsdamer Modells der Lehrerbildung künftig unberücksichtigt blei­ben und die Hochschule den Anschluss an die Entwicklung eines in der Diskussion befindlichen Modells der Lehrerbildung verpasst. Die Basis dafür könnte über gemeinsame Modellversuche zur Modularisierung und Flexibilisierung der Leh­rerbildung geschaffen werden.

Des Weiteren spricht sich das Gremium dafür aus, die in den beiden Juristischen Fakultäten der Universität Potsdam und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt(Oder) angeschobenen Über­legungen zur weiteren Profilierung und Abstim­mung, auch angesichts der Angebote in Berlin, fortzusetzen.

Der LHR plädiert dafür, Interdisziplinäre Zen­tren beispielsweise zum Themenfeld Medien zu bilden. Darüber hinaus sollten die Kooperationen mit den außeruniversitären Einrichtungen nach

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dem Vorbild der Naturwissenschaften intensiviert werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklung eines europäischen Medienmarktes spricht sich der LHR für eine Fortsetzung des Stu­diengangs Europäische Medienwissenschaft aus und bewertet ihn als gelungenes Beispiel für eine hochschulübergreifende Kooperation.

Der LHR befürwortet die Einrichtung neuer Studiengänge in Law and Economics, Law and Management sowie Computerlinguistik. Nach­drücklich unterstützt das Gremium die Bestre­bungen der Hochschule, gemeinsam mit Berliner Universitäten einen Studiengang Optical Scien­ces ins Leben zu rufen.

Der LHR rät, im Rahmen hochschulübergrei­fender Planungen vorzugehen, statt neue Struk­turen zu schaffen. Dies bedeute, dass Studienan­gebote, die die Hochschule als nicht mehr aktuell erachtet oder bereits an benachbarten Hochschu­len angeboten werden, abgebaut werden müssten. Die Universität habe dieses Erfordernis erkannt und in einer Reihe von Fächern bereits umgesetzt.

Die Kooperation zwischen den Potsdamer Hochschulen sollte in allen Bereichen verstärkt werden. Bei den Dienstleistungen sollten Syner­gieeffekte, in der Sprachenausbildung, beim Tech­nologietransfer, bei der Vermittlung von Praktika und im Rahmen eines gemeinsamen Career Cen­ters, genutzt werden. Im Rahmen gemeinsamer hochschulübergreifender Dienstleistungseinrich­tungen in Potsdam sollten die Sprachenangebote in Form einer GmbH ausgegliedert werden. be

Weitere Informationen sind unter www.landeshochschulrat.brandenburg.de/ abrufbar.