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Für Qualität und Exzellenz
Landeshochschulrat legt Empfehlungen zur Hochschulentwicklung vor
Der Landeshochschulrat Brandenburg(LHR) übergab Ende Juni dieses Jahres dem Ministerpräsidenten des Landes, Matthias Platzeck,„Empfehlungen zur Hochschulentwicklung im Land Brandenburg“. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf die Erschließung von Ressourcen, die eine Qualitätssteigerung auch bei knapper Kassenlage erlauben. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung des Studienangebotes, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die Verhinderung von Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte und der Beitrag von leistungsfähigen Hochschulen zur Stärkung der ökonomischen Basis des Landes.
er Landeshochschulrat empfiehlt die
|) iemetzung der Hochschulen zu einem Hochschulsystem Brandenburg als eine Ressource für Qualitätssteigerung. Er plädiert weiter für ein gemeinsames Aktionsbündnis von Landesrektorenkonferenz und der Landesvereinigung außeruniversitärer
Brandenburgischer
Forschung in Brandenburg zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der LHR regt
Mitglieder des LHR
Ministerpräsident Matthias Platzeck hat am 23. September 2003 neue Mitglieder in den Landeshochschulrat Brandenburg(LHR) für eine Amtszeit bis 2007 bestellt. Mitglieder des LHR sind jetzt: Prof. Dr. Catherine Bandle, em., Prof. Dr. Michael Daxner, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, Prof. Dr. Karin Donhauser, Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte, Freie Universität Berlin, Dr. Alexander Gauland, Herausgeber der Märkischen Allgemeinen Zeitung, Prof. Dr. Jens Goebel, Fachhochschule Schmalkalden, Prof. Hans-Jürgen Kaschade, FensterART GmbH Co. KG Werneuchen, Hubert Marbach, Vattenfall Europe Mining, Dr. Etta Schiller, Verein„pro Brandenburg“, Prof. Dr. Johann Schneider, Fachhochschule Frankfurt/Main, Erwin Staudt, IBMDeutschland GmbH, Prof. Dr. Bernd Stecher, Siemens AG und Prof. Dr. Cornelius Weiss, em. Vorsitzender des LHR ist Prof. Dr. Johann Schneider. Red.
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ebenso an, die Kooperation von Hochschulen, Wirtschaft und Regionen im Rahmen des Landesinnovationskonzeptes auszubauen. Zur größeren Planungssicherheit schlägt das Gremium den Abschluss einer langfristigen Rahmenvereinbarung zwischen dem Land und den Hochschulen, einen Hochschulpakt, vor.
Die Empfehlungen des LHR für die Entwicklung des brandenburgischen Hochschulsystems werden durch die Empfehlungen für die einzelnen Hochschulen ergänzt. Was die Universität Potsdam betrifft, so geht es unter anderem um das Potsdamer Modell der Lehrerbildung.„Hier scheint eine Verständigung über eine Integration von fachlicher Ausbildung mit den erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Studieninhalten sowie über eine gemeinsame Verantwortung der Fakultäten für die Lehrerbildung notwendig zu sein.“ Mit dem Zentrum für Lehrerbildung sei ein Schritt in die richtige Richtung getan worden. Für die Lehrerbildung an der Universität seien die Möglichkeiten für eine konsekutive Studienkonzeption zu prüfen. Der LHR empfiehlt der Universität und dem Land, eine gemeinsame Plattform mit dem Land Berlin und den Berliner Universitäten zur Arbeit an der Strukturreform der Lehrerbildung zu finden und den Schritt zu einer konsekutiven Studienanlage mit Bachelorund Master-Abschlüssen aktiv mit zu gestalten. Sonst bestehe die Gefahr, dass wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Potsdamer Modells der Lehrerbildung künftig unberücksichtigt bleiben und die Hochschule den Anschluss an die Entwicklung eines in der Diskussion befindlichen Modells der Lehrerbildung verpasst. Die Basis dafür könnte über gemeinsame Modellversuche zur Modularisierung und Flexibilisierung der Lehrerbildung geschaffen werden.
Des Weiteren spricht sich das Gremium dafür aus, die in den beiden Juristischen Fakultäten der Universität Potsdam und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt(Oder) angeschobenen Überlegungen zur weiteren Profilierung und Abstimmung, auch angesichts der Angebote in Berlin, fortzusetzen.
Der LHR plädiert dafür, Interdisziplinäre Zentren beispielsweise zum Themenfeld Medien zu bilden. Darüber hinaus sollten die Kooperationen mit den außeruniversitären Einrichtungen nach
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dem Vorbild der Naturwissenschaften intensiviert werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklung eines europäischen Medienmarktes spricht sich der LHR für eine Fortsetzung des Studiengangs Europäische Medienwissenschaft aus und bewertet ihn als gelungenes Beispiel für eine hochschulübergreifende Kooperation.
Der LHR befürwortet die Einrichtung neuer Studiengänge in Law and Economics, Law and Management sowie Computerlinguistik. Nachdrücklich unterstützt das Gremium die Bestrebungen der Hochschule, gemeinsam mit Berliner Universitäten einen Studiengang Optical Sciences ins Leben zu rufen.
Der LHR rät, im Rahmen hochschulübergreifender Planungen vorzugehen, statt neue Strukturen zu schaffen. Dies bedeute, dass Studienangebote, die die Hochschule als nicht mehr aktuell erachtet oder bereits an benachbarten Hochschulen angeboten werden, abgebaut werden müssten. Die Universität habe dieses Erfordernis erkannt und in einer Reihe von Fächern bereits umgesetzt.
Die Kooperation zwischen den Potsdamer Hochschulen sollte in allen Bereichen verstärkt werden. Bei den Dienstleistungen sollten Synergieeffekte, in der Sprachenausbildung, beim Technologietransfer, bei der Vermittlung von Praktika und im Rahmen eines gemeinsamen Career Centers, genutzt werden. Im Rahmen gemeinsamer hochschulübergreifender Dienstleistungseinrichtungen in Potsdam sollten die Sprachenangebote in Form einer GmbH ausgegliedert werden. be
Weitere Informationen sind unter www.landeshochschulrat.brandenburg.de/ abrufbar.