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Otis 31( 2024)
Abb. 2: Weite prägt die landschaftliche Situation im Untersuchungsgebiet, 28.05.2010. Foto: H. Lange. The landsscape in the study area is characterized by vastness.
Dies schloss regelmäßige Kontrollfahrten ein, die saisonbedingt in unterschiedlichen Abständen durchgeführt wurden. Ab Anfang März jeden Jahres dienten wöchentliche flächendeckende Begehungen bzw. Befahrungen der Erfassung und Kartierung der bereits bekannten, der verschwundenen und der neu hinzu gekommenen Greifvogelhorste, speziell jener von Mäusebussarden. Es kann davon ausgegangen werden, dass dabei alljährlich sämtliche zur Brut genutzten Horste im UG erfasst wurden. Sofern notwendig, erfolgten Mehrfachkontrollen von Brutplätzen, bis die Besetzung bzw. Nichtbesetzung im betreffenden Jahr feststand. Bei der Mehrzahl der erfolgreichen Paare wurden die Horste erstiegen, um die Brutgrößen zu ermitteln und die Jungen zu markieren. Weitere Horstkontrollen im etwa wöchentlichem Abstand dienten der Erfassung des Bruterfolgs bis zum Ausfliegen der Jungvögel. Die Berechnung der gebietsbezogenen Fortpflanzungsziffer beruht ausschließlich auf den vollständig bis zum Ausfliegen der Jungvögel erfassten Bruten. Zu den erfolgreichen Brutpaaren wurden aber auch solche gerechnet, deren Horstbäume nicht kletterbar waren, bei denen aber mindestens ein Jungvogel vom
Boden aus festgestellt werden konnte. Das Ersteigen
der Brutbäume erfolgte in der Regel bei einem geschätzten Jungvogelalter von drei bis fünf Wochen. Eine genauere Altersbestimmung anhand von Federmaßen erfolgte nicht.
In allen Monaten außerhalb der Brutsaison wurden etwa vierzehntägig flächendeckende Gebietsbefahrungen durchgeführt, bei denen die jeweiligen Greifvogel- und speziell Mäusebussardbestände im UG erfasst wurden und gleichzeitig versucht wurde, markierte Individuen zu finden und ihre Ringe abzulesen.
Alljährlich zu den entsprechenden Zeitpunkten wurden Umweltfaktoren im UG nicht standardisiert erhoben. Sie dürften für die Mäusebussarde relevant sein, darunter das Vorkommen von Feldmäusen( von„ keine Vorkommen" bis„ Mäusejahr“), das Wasserregime( trocken bis flächig überstaut), die Grasernte( Zeitpunkt, Vollständigkeit, Anteil Fläche mit überständiger Vegetation), Niederschläge zur Brutzeit( trocken bis nasse Jahre) und Winterhärte( Schneedecke).
Bei Nestlingen ab 4. bis 5. Lebenswoche wurde das Geschlecht anhand von Geschwistervergleichen der Körpermasse( KM), der Laufstärke und