Herold& Nachtigall: Lebensgeschichte eines weiblichen Seeadlers aus der Niederlausitz
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Abb. 2: Bekannte Anwesenheiten des Seeadler- Weibchens S685. Es bedeuten: 1= Geburtsplatz 2003, 2= Fundort TÜP Munster, 3= Brutplatz Radewiese/ Jänschwalde- Ost. Grundkarte: BZ Hiddensee.
Known presence of the female White- tailed Eagle S685 . Legend: 1= birthplace 2003, 2= located TÜP Munster, 3= breeding site Radewiese/ Jänschwalde - Öst. Base map: BZ Hiddensee.
anschließenden Kommunikation zwischen den beiden Autoren wurde klar, dass dies das erst kürzlich identifizierte Brutweibchen von Radewiese war. Das tote Adlerweibchen lag demzufolge 4km südwestlich ihres letzten Brutplatzes. Der für die gewünschte Bergung notwendige 300- m- lange Hin- und Rückweg durch Schlamm und Sediment erfolgte am 02.03.2023( Abb. 5, 6). Nach der Bergung wurde der Vogel vermessen( Maße nach Eck et al. 2011): Flügellänge: 650 mm( links 659 mm und rechts 641 mm)
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Schwanz: 270 mm
Fußspanne mit Krallen: 191 mm Schnabellänge: 60,4 mm
Gewicht: 5,53 kg.
Die makroskopische Begutachtung ergab Kralleneinstiche in beiden Fängen, einmal in der Brust rechts oben, einmal links Bauchseite über Oberschenkel sowie einmal an der Halsunterseite. Das Nasenloch rechts war ausgerissen( Abb. 7 und 8).
Alle sichtbaren Läsionen sind typisch für Revierkampfspuren. Der Kadaver wurde dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung zur weiteren Untersuchung übergeben.
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Der Brutplatz Radewiese/ Jänschwalde- Ost und Angaben zur Reproduktion
Erstmals 1997 gelang am Brutplatz Radewiese der Fund eines neu gebauten Nestes, welches im Vorjahr sicher noch nicht vorhanden war. In der Folge wechselten Anwesenheit und insgesamt geringer Bruterfolg mit gerade zwei flüggen Jungvögeln in 13 Jahren Existenz bis 2009( Tab. 1). Mit dem vermutlich bereits 2010 erfolgten Umzug 5,1 km nach NE in den Teilraum Jänschwalde- Ost begann dann eine sehr erfolgreiche Reproduktionsphase, in der von 2011 bis 2022 mit jährlichem(!) Bruterfolg insgesamt 19 Jungvögel flügge wurden( Abb. 9).