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DONATH, H.( 2023): Zehn Jahre Erfassung des Wintervogelbestandes im Schugetal. Biol. Studien Luckau 51: 5-12.
Von Dezember bis Februar wurden bei zwanzig Begehungen pro Winterhalbjahr alle Vögel entlang einer knapp 4km langen Route bei Luckau gezählt. 78 Vogelarten wurden nachgewiesen, davon 35 in allen zehn Wintern. Insgesamt am häufigsten waren Saat-/ Blessgans, Ringeltaube, Erlenzeisig, Grünfink und Stieglitz . Im Lauf der zehn Jahre( 2013/14 bis 2022/23) nahm die Gesamtindividuenzahl ab. Von 55 bewerteten Arten war der Bestandstrend bei 19 Arten negativ, bei 25 gleichbleibend und bei 11 zunehmend. Die zunehmenden Arten waren überwiegend solche mit zunehmender Überwinterungstendenz wie Kranich , Graugans und Rotmilan. Abnahmen betreffen unter anderem Grünfink, Stieglitz , Goldammer und Bergfink wohl wegen eines zunehmend geringeren Angebotes an Stoppeläckern. Aber auch mehrere Waldvogelarten nahmen ab.
DONATH, H.( 2023): Erstbeobachtungen von Vogelarten in der nordwestlichen Niederlausitz. Biol. Studien Luckau 51: 90.
Ein Steppenkiebitz am 29.9.23 und ein Kuhreiher am 8.10.23 jeweils im Borcheltsbusch waren Erstnachweise für die Region.
HAFERLAND, H.-J.( 2023): Vierter Nachtrag zur Artenliste der Vögel des Nationalparks Un teres Odertal . Nationalpark Unteres Odertal Jahrbuch 2023: 146-148.
2022 gelang der erste Brutnachweis der Nilgans im Nationalpark. Bienenfresser werden im Gebiet seit einigen Jahren regelmäßig in Trupps bis zu 85 Vögeln beobachtet. Als Brutvogel trat die Art erstmals 2023 in vier bis fünf Brutpaaren an zwei Stellen auf. 2019 gelang der erste Nachweis einer Rötelschwalbe im Nationalpark.
HORNY, M., T. LANGGEMACH& T. RYSLAVY ( 2022): Dramatische Situation des Brachvogels in Brandenburg . Naturschutz u. Landschaftspfl. Brandenburg 31( 2+ 3): 4-13.
Der Bestand des Brachvogels in Brandenburg wurde in den 1950er Jahren mit 375 Revieren und in den 1970er Jahren mit 250 Revieren angegeben. Von 1993 bis 2022 gab es einen kontinuierlichen
Otis 31( 2024)
Rückgang von rund 170 auf nur noch knapp über 20 Reviere. Regelmäßige Vorkommen gibt es nur noch in den beiden Großtrappengebieten, wo die Art von den Schutzmaßnahmen mit profitiert. Als Schutzmaßnahme ist eine angepasste Bewirtschaftung inklusive Wasserstandmanagement erforderlich, außerdem geht es nicht ohne Prädatorenmanagement, insbesondere Schutzzäune. Entscheidend für den Erfolg von Schutzmaßnahmen ist eine intensive hauptamtliche personelle Betreuung. Das zeigt sich beispielhaft im Fiener Bruch , wo auf brandenburgischer Seite trotz vorhandenen Managementplans keinerlei Schutzmaßnahmen erfolgen, während auf sach sen - anhaltinischer Seite Schutzprojekte personell betreut werden. Brachvögel sind dort nur noch in Sachsen- Anhalt zu finden.
KABUS, A.( 2023): Hybriden zwischen Mehlschwalbe Delichon urbicum und Uferschwalbe Riparia riparia . Vogelwarte 61: 169-178.
Im August 2015 wurde bei Jerchel ( Havelland) ein Hybrid am Schlafplatz gefangen und fotografiert. Eine Literaturauswertung ergab, dass bislang erst elf Nachweise von Hybriden aus Mehl- und Uferschwalbe bekannt geworden sind, davon vorher keiner aus Deutschland . Wegen der sehr unterschiedlichen Brutbiologie der beiden Arten kann davon ausgegangen werden, dass solche Hybriden auf Extra- pair- Kopulationen zurückgehen.
LANGGEMACH, T., T. Dürr, U. Hein, S. HeROLD, J. LIPPERT& P. SÖMMER( 2023): Verlustursachen beim Rotmilan Milvus milvus in Brandenburg im Laufe der letzten drei Jahrzehnte. Vogelwelt 141: 157-177.
Im Rahmen des Verlustmonitorings der Staatlichen Vogelschutzwarte konnten 602 Funde ausgewertet werden, davon 176 von Nestlingen. Während bei Nestlingen Prädation und Absturz vom Horst die bestimmenden Verlustursachen waren, rangieren bei flugfähigen Vögeln Windkraftanlagen( 33%) und Straßenverkehr( 17%) an erster Stelle. Im Gesamtzeitraum haben die Verluste an Windkraftanlagen stark zugenommen, während diejenigen an Freileitungen wegen der Entschärfung gefährlicher Strommasten rückläufig sind. Menschliche Verfolgung wurde bei 5% der flugfähigen Vögel als Ursache nachgewiesen. Die Ergebnisse werden im