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Unter der tzinde.
Lieder aus der deutschen Vergangenheit. II. von Carl Stieler.
Victor von Schcffcl verehrungsvoll zugccignct.
5. Vlinnelied.
Her Steri:enhin:inel liegt über der Welt,
Die Bäume flüstern im Winde,
Da schleichet: Zwei durchs thauige Feld Unter die alte Lande.
„Gtfried, bist Du's?" „„hadwig, bist Dn's?"" So frage:: die Zwei mit Bang'en,
Dani: ist in eine:: seligen Ruß All ihre Antwort zergangen.
„Bei Gott, wenn es mein Vater wüßt',
Er thäte mich morgen bannen."
„„Und wüßt es der meine, wie hold Dn mir bist, Ich müßte noch hcnt von dannen.""
Sie neigte zurück ihr goldiges Haupt,
Er saßt es mit beiden Händen: —
„So laß uns doch jetzt zu dieser Frist Das Leid in Wonne wende,:!
Die Vöglein und die Veigelein Sind alle schlasei: gegangen,
Dieweilei: wir so traut allein An: hals einander Hangei:."
Und unter der Linde tiesen: Dach Saßet: die beiden nieder,
Bur manchmal fernes Rüdengebell —
Und todtenstille ist's wieder.
So wurden zwei Kerzen in stiller Stund'
Einander ganz zn eigen.
Die alte Linde, sie deckt ihr Glück —
Sie deckt es mit Grün und — Schweigen!
6. ^sns heilige Land.
NB-
Es ritt eine frohe reisige Schar An: Waldessaum von dannen,
Die Ritter trugen eii: rothes Kreuz,
Ein rothes Kreuz die Mannen.
Es trugen's die Mönche ob ihren: Gewand, Ich sah ihre:: Mantel woge::,
Die sind von hinnen ins heilige Land Mit Barbarossa gezogen.
Und wiehernd bäumt sich der Hengst empor Und leuchtend blitzen die Speere,
Sie sangen Psalmen in: lauten Ehor,
Sie sangen von Gottes Ehre!
An: Marchfeld ist ihre Sammelstatt,
Den: Schlachtfeld gilt ihr Sehne,: —
Schon wartet auf dies schlagende Herz Der Pfeil der Saracenen!
Die Habei: geworben um Kriegesdienst,
Sie haben so geworben:
Daß ihnen wohl die Seele genas,
Dieweil ihr Leib verdorben.
Ich sah ihnen nach durch dei: tiesen Wald, Ich sah ihre blühenden Glieder,
Ich harre ihrer viel hundert Jahr —
Und auch nicht einer kan: wieder!
I. Herr Walther.
poZ.
Ein Spielmann zog gen Tegrinsee,
Dei: sah ich von: Rosse steigen,
Es lief sei,: Roß in dei: grünen Klee,
Er griff nach seiner Geigen.
Er ließ sich nieder ans einem Stein Unter der blühenden Lindei:,
Er stützt das Haupt in die Hände sei,:,
Als wollt er Tiefes ergründen.
Ihn kümmert die Welt und ihre Roth,
Das hält sein herze gefangen;
Denn Recht ist wund und Zucht ist todt Und Ehre ist vergangen.
Es ist zerwühlt das deutsche Reich,
Wie Meer voi: allen Winden —
„Wie soll bei solchen: Ungemach Mein Herz noch Freude finden?
Und dennoch — käin' ich nimmer fürwahr Au End' mit meinen: Leide:
Ich müßte mich schämen ganz und gar vor der blumige,: Haide!
Die blüht ja auch und der Himmel lacht — Bhn' Freude tauget keiner,
Ich Hab so manchen schon froh gemacht,
Bin doch der Werthen einer!"
„So will ich denken ai: rothen Mnnd,
An Frauen-Schöne und Güte,
Die löschet das Trauer,: zu jeder Stund Und lichtet jedes Gemüthe."
Da griff er nach seinem Saitenspiel: — „Frau Minne, Dich will ich grüße,:!"
Es horchten die vöglein zn hänpten aus,
Es horchten die Blümlein zu Füßen.
Wer war der Sänger — wie hieß sein Lied? Das will ich euch gerne künden:
Herr Walther von der Vogelweid', hier sang er — „unter der Linden".
8. Hagen's Geschoß.
P68.
wei Ritter lagen ii: Fehd' und Streit,
In Fehde auf Tod und Leben, hier trafen sie aufeinander, die zwei!
Ihr Antlitz sah ich erbeben.
Der eine war jung und hold und schön,
Der glich den: Hirsch, dein schlanken;
Der andre war wie ein grimmer Bär,
Der zornig erhebt die Pranken.
Und zischend flog seii: schwirrender Pfeil Den: junge:: mitten durchs herze,
Es hatte der junge nimmer Weil'
Zun: Klagen oder zum Schmerze.
Wie Siegfried lag er in: grünen Wald,
Dei: Hagen soll Keiner wisse,: —
Ich aber sah's: wie zur selben Stell'
Die Wölfe ihn zerrissen!
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