Heft 
(1.1.2025) 119
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Emilie Fontane an Paula Conrad| Herrmann, Millutat | 13 2. Emilie Fontane an Paula Conrad,[Berlin], 24. Januar[1891] 2 , [Samstag] d. 24. Januar. Mein liebes, liebes Fräulein. Zu meinem lebhaftesten Bedauern kann ich Sie heut nicht sehen! ich bin nach zwei schlaflosen Nächten ganz elend, darf nicht ausgehen; auch mein Gebieter hustet noch so, daß er schon an Vertretung dachte. Ich werde heut Abend mit meinen Gedanken bei Ihnen sein, mehr darf ich ja nicht sagen. 3 Meine Empfehlung Ihrer Frau Mama, von Ihrer Ihnen warm ergebenen Emilie Fontane . H: TFA: C 186 3. Emilie Fontane an Paula Conrad,[Berlin],[25. Januar 1891] 4 , Sonntag Sontag. Liebstes Fräulein. So verlockend es ist mit Ihnen zusammen zu sein, so unmöglich ist es mir, da ich an einer hartnäckigen Erkältung leide. Aber reizend wäre es, Sie fänden bald einmal Zeit für ein Plauderstündchen. Aber Sie sind jetzt die»Vielbe­schäftigte«. In Ibsens Premiere 5 wollen wir Alle gehn. 2 Datierung: Emilie Fontane bezieht sich auf die Aufführung von Shakespeares Kaufmann von Venedig, vgl. auch Anm. 3. Theodor Fontane ist»seit Anfang der Woche« erkrankt, FChronik, 24. Januar 1891. Vgl. auch die Folgebriefe. 3 Anspielung auf den im Theater verbreiteten Aberglauben, dass Glückwünsche für Aufführungen Pech brächten. Am Abend des 24. Januar 1891 wird unter Regie Max Grubes im Königlichen Schauspielhaus in Berlin Shakespeares Kaufmann von Venedig aufgeführt(vgl. Berliner Abendpost, 23. Januar 1891,[S. 3]). Conrad spielt Lanzelot Gobbo sowie das Kammermädchen Maria, vgl. Anm. 6. 4 Datierung: Da der Brief an einem»Sontag« verfasst ist und sich sowohl auf die Vorstel ­lung von Henrik Ibsens Hedda Gabler am 10. Februar im Lessingtheater(vgl. auch Brief vom 8. Februar 1891) als auch auf die im Brief vom 24. Januar[1891] erwähnte Erkältung bezieht, ist als Entstehungsdatum der 25. Januar 1891 anzunehmen. 5 Hedda Gabler, am 10. Februar 1891 im Lessing-Theater, in Anwesenheit des Autors.