Schleswigs Ostern 1848 politisch gelesen| Fischer | 179 Majestät sind, so bilden sie doch den Auftakt der Sammlung und dürfen hier deshalb wenigstens im Auszug nicht fehlen. Sie waren nach einer»Volksmelodie«(welcher?) mit der Angabe»Tempo di Marcia« oder als vierstimmiger Männerchor zu singen: Meinem König bin ich gut, Meinen König will ich preisen. Denn sein Herz ist Edelmuth, Meint’s mit Allen treu und gut; Singt ihm Lieder, schwingt den Hut, Singt in schönsten Weisen. [...] Meinem König bleib’ ich treu, In den Völkerstürmen, Was da kommt, ich bin dabei, Gut und Blut mein Opfer sei, Bis zum Tode immer treu, Soll die Brust ihn schirmen. Meinem König sei der Preis! Ihm der grüne Kranz der Eichen! Ihm die Blumen roth und weiß! Hohenzollern, Edelreis, Für Dich glüht die Seele heiß[.] Dir muß alles weichen! 43 Der Anlass für die Vier neue[n] Patriotische[n] Lieder war Königs Geburtstag (»zur Feier des 15ten October«), das ging natürlich nicht ohne ein Königslied ab. Aber dass es ausgerechnet ein Lied von Jakob Friedrich Christoph Budy sein musste, erschließt sich wohl erst auf den zweiten Blick. Der am 24. Juli 1809 in Greifswald geborene Theologe und Schriftsteller war ab 1835 Pfarrer im pommerschen Brüsewitz(poln. Brudzewice, Powiat Stargardzki), bevor er 1839 als Divisionsprediger nach Stettin(poln. Szczecin) ging und dann von 1846 bis 1854 als Pfarrer an der dortigen St.-Johannes-Evangelist-Kirche wirkte. 1854 wurden ihm alle Amtshandlungen untersagt, am 10. Juli 1856 starb er. Schon in jüngeren Jahren hatte er einen Hang zum Verse43 Patriotische Lieder(wie Anm. 13), o. S.
Heft
(1.1.2025) 119
Seite
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