Heft 
(1.1.2025) 119
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Fontane-Inventare| Möller | 281 be-Quittungen dokumentiert ist, in denen der Einfachheit halber lediglich die Nummern des Auktions-Kataloges von 1933 zur Bezeichnung der überge ­benen Objekte aufgelistet sind. 39 Die Prüfung und Vervollständigung der übernommenen Bestände zog sich noch monatelang hin. Einzelne Stücke mussten erst von verschiedenen Familienmitgliedern beschafft werden. Be ­sonders unübersichtlich gestaltete sich die Übergabe der Handbibliothek. Weitere Nachlass-Teile wurden zusammen mit dem wissenschaftlichen Apparat übernommen, über den zwischen der Verwaltung des Provinzial­verbandes und Friedrich Fontane am 21. Februar 1936 ein gesonderter Ver­trag geschlossen wurde. 40 Auch hier fehlt das Original des Kaufvertrages. 41 Aufgelistet ist dieses Korpus in einem Verzeichnis, das in der Akte mit der ersten Bestandsaufnahme des Archivs überliefert ist. 42 Es umfasste nicht nur die Findmittel und Materialien, die Friedrich Fontane erstellt hatte, son­dern auch einige Archivalien, die als Teile des echten Nachlasses angesehen werden müssen: Original-Handschriften, darunter das Manuskript Theodor Storm , das heute zu den vermissten Beständen des Fontane-Archivs zählt, sowie die von Emilie Fontane geführten Haushaltsbücher. Die an Friedrich Fontane gerichteten Briefe Fontanes sowie zahlreiche Erinnerungsstücke wechselten in der Folge durch Vermittlung der Volkshochschule Neuruppin aus dem Besitz von Friedrich Fontane in den des Fontane-Archivs der Pro ­vinzialverwaltung. Außerdem wurde eine spezielle Vereinbarung über die verschiedenen Abschriftenkonvolute getroffen. Die Zusammenstellung der Vertragsdokumente in ihren teilweise unterschiedlichen Fassungen und eine detaillierte Auswertung der im Rahmen der Verträge erarbeiteten Auf­listungen und Objektbeschreibungen ist eine notwendige Vorarbeit für eine Bestandsgeschichte des Fontane-Archivs. 2.2 Bestandsverzeichnisse, Erwerbungsdokumentation(1936–1944) Bald nach der Übernahme der Bestände durch die Verwaltung des Branden ­burgischen Provinzialverbandes begann die Verzeichnung der Archivalien. Briefe und Gedichte wurden Stück für Stück erfasst, Konvolute geordnet und detailliert beschrieben. Wie aus den in den Akten überlieferten Zah­lungsanweisungen hervorgeht, 43 wurde die wissenschaftliche Verzeichnung der Handschriften in den Jahren 1937/1938 mit Werkverträgen realisiert, die Jutta Fürstenau( Wanderungen­Manuskripte, u. a. Das Ländchen Friesack 39 BLHA Rep. 55, XI, 869, Bl. 27, 31. 40 Ebd., Bl. 42, 59 u. weitere Bll. dieser Akte. 41 Entnahmevermerk Bl. 151 dieser Akte. 42 BLHA Rep. 55, XI, 870, Bl. 73 ff. 43 BLHA Rep. 55, XI, 872, Verwaltung des Theodor-Fontane-Archivs.