Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1909) Die Natur / von G. Schwalbe ...
Entstehung
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der seit 1,759 vom Uaufmanne Gotzkowsky betriebenen Porzellanfabrik (später Aönigl. Porzellan-Manufaktur) in den Boden und unter die Taxus gelangten. Die beiden Eiben können also erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ge­pflanzt, keinesfalls aber urwüchsig, und wie man vorher vielfach glaubte, 500 bis 700 Jahre alt fein?) In der Fasanerie bei Buch an der BerlinStettiner Bahn steht gleichfalls ein großer, etwa 8 m hoher und in Brusthöhe etwa 88 ein im Um­fang messender Taxus, der aber nach der von Lonwentz ermittelten Ge­sellschaft, in der er sich befindet (Lärche, Fichte, Platane, Uii-ns Vonukcn usw.),

» Fig. e vaxus bseesla. A männlicher, L weiblicher Blütenzweig (stets an verschiedenen Pflanzen,; lv Zweig mit Früchten; ac männliche Blüte u. Staubblätter; ä e weibliche Blüte; fk Früchte, die letztere mit dem schönen fleischigen Samenmantel; i Samen.

gleichfalls gepflanzt fein dürfte (vgl. A fcherso n , Verhandl. d. Botan. Vereins d. prov. Brandend. XV sfZßßj 5. sfH. In der Nähe der Ostgrenze der Pro­vinz kam die Eibe, wie Lonwentz') an noch vorhandenen subfossilen Stubben Nachweisen konnte, früher im Ivenbusch im Uottenbruch bei Filehne vor, ebenso in der Nähe der Südgrenze in der Görlitzer Heide bei Görlitz. Diese Vorkommnisse sowie die jetzige oder frühere Urwüchsigkeit in benachbarten Provinzen lassen es nicht unmöglich erscheinen, daß Taxus auch bei uns noch irgendwo einheimisch angetroffen wird. In der Nähe der lvestgrenze fand sieb die Eibe früher im Dröin-

') Ascherson in verhandl. d. Botan. ver. Provinz Brandenburg XÜI (Z8gg) ns. 9 verhandl. d. Botan. ver. Provinz Brandenburg XXXIX (1897) SXÜVIII.