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zeichnet ist oder auf grauem Grund einen schwarzen Rückenstreif trägt. Ebenso ^.riou vmpirleoruw, die in Südwestdeutschland rotgelb gefärbt ist, tritt in der Mark nur in schwarzer Farbe auf; nur ihr Sohlenrand ist rot gestrichelt. Nach einem warmen Regen klettert die Baumschnecke W. urbormn) an den nassen Buchenstämmen empor. Als Laubwaldbewohner sind folgende Gehäuseschnecken beachtenswert: die Knoblauch- schnecke (N^uliuu, ulllnrlu), ferner U. niticlnlu, pnrn, racliutulu und manche andere. Bon I>uIIwinns-Arten sind zu nennen: die seltene LnliwLnn« wontunns sowie L. obseurns und Bupn «äontulu, snbstriatn, pusilla. Man muß zu den „bedeutungslosen Unbekannten" rechnen die pilzebewohnenden Fliegenmaden, sowie jene, welche unter abbröckelnder Baumrinde sich aufhalten. Auch viele winzigen Käser, etwa Staphylien und manche Schmetterlingsraupen und sonstigen Insektenlarven, die waldbewohnenden Tausendfüßer scknlus), sowie viele Würmer teilen das Schicksal bedeutungslos, weil unbekannt zu sein. Auch die auf den Blättern, an den Knospen und Zweigen der Eiche in Gallen sich entwickelnden Gallwespen (Lzmips), deren gar viele, wie O. keeuncknbrix, O. iGntlonlaris, 6. qnorons kolli, 6. terwinnlis u. a. m., in Brandenburg nachgewiesen sind, zählt man zu jener Gruppe. Jene dagegen, die man kennt, hält man, weil sie nicht schaden, für nützlich.
Dies gilt besonders von den Laufkäfern (Onrabus violuoeus, ^Mbrulns, enneellntns u. a.), dem Lederlaufkäfer Wroerustos oorwrius) und dem Kletterlaufkäfer (Onlosowu 8 V 60 p 1 ,nntn), der tatsächlich manche Nonnenraupe, manchen Kiefernspinner tötet. Es sei darauf hingewiesen, ebenso wie dieser schöne große grüne Laufkäfer, dessen Flügeldecken in prachtvollem rotgoldenen Kupferglanze leuchten, auch seine sechsbeinige schwarze Larve die genannten Raupen überfallen und ausfressen. Als raupentötende Insekten kann man auch Wanzen beobachten (Oiwex), sowie die in ihnen als Schmarotzer lebenden winzig kleinen oder verhältnismäßig großen Schlupfwespen (lelmonwonkw). Von letzteren seien nebst ihren Wirten genannt: die große Kiefernraupenschlupfwespe h^nomulon oironwklexnw), die kleineren Opbion Intens und O. rnercknrlns, sowie Lunekus cvwpressns, welche die Forleule befallen, klwpln mnsii, welche in geringer Zahl in der Raupe des Kiefernspinners schmarotzt und sich innerhalb ihres Kokons verpuppt, während die kleinen schwarzen Schlupfwespen fMeroKuster neinornw), nachdem sie als Larven in großer Zahl bei der genannten Raupe schmarotzt haben, als Puppen in weißen Kokons liegend die Reste des zu Tode gequälten Wirtes bedecken. Man rechnet es ihnen hoch an, daß sie zahlreiche Schädlinge töten, ohne das zu bedenken, was oben bezüglich der Gleichgewichtslage in der Lebensgemeinschaft mitgeteilt wurde. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß im Kampf ums Dasein Tierarten nicht ausgerottet werden, sondern in einer der Lebensgemeinschaft angepaßten schwankenden Menge auftreten, wird man ebensowenig von einem greifbaren Nutzen jener „nützlichen" Insekten sprechen können, wie von dem „Nutzen", den die insektenfressenden Vögel stiften. Sucht man nach bestem Wissen die Frage zu beantworten, was diese nützlichen Vögel fressen, und beurteilt man ihre Tätigkeit nach dem Werte, d. h. der von uns erkannten wirtschaftlichen Bedeutung ihrer Beutetiere, so kommt man notwendigerweise zu dem Ergebnis, daß auch diese genau dieselbe Rolle im Naturhaushalt spielen, wie