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(M. S. p. 21.)— Warum verlangte Mendelſ. jene Erlaͤuterungen? warum begab ſich der Lahme mit feiner Kruͤcke ins Gedrange? warum blieb er nicht zu Hauſe? und dis um ſo vielmehr, da er ſchon wuſte, wo das Gedraͤnge war? und wohin er alſo als ein Lahmer mit feiner Krůcke nicht kommen muͤſte? Doch dis Gepinſele iſt nur, wie wir hernach ſehen werden, ein, von ihm, in ſeiner verzweifelten Verlegenheit, in die er hinterher gerathen war, unter vielen anderen nichtigen Behelfen zugleich mitaufgerafter Gedanke.
2) Mendelſohn ſagt in jenem Briefe von 1783 ausdrücklich: daß er überzeugt ſey, daß Jacobi den Leßing ganz verſtanden haben werde; und er nennt die Unterredung, die fie beyde gehabt hätten, eine ſehr wichtige!— Und alle Mühe, die er ſich gab. um von dem Inhalte und allen Umſtaͤnden jenes Geſpraͤchs belehrt zu werden,— die ganze Correſpondenz, welche er daruͤber, drey Jahre lang, mit Jacobi und der Freundin führte, alles, ſage ich, zeuget auch unwiederſprechlich dafür, daß Mendelſohn die ganze Sache von Aufang an, immerfort ſo ernſtlich, als
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