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DI aber beſtehe für fein Theil darauf, daß man yes nicht unterdrücken, ſondern zumWarnungss „zeichen dffentlich aufſtellen muſſe, ꝛc.— So dachte, ſo ſprach Mendelſohn im Jahr 1783.— Hier regte ſich keine Freundſchaft gegen Ceßing bey ihm, die ſich daruͤber, daß dieſer ihm, als ſeinem beſten Freunde, feinen Atheiſmus bey ſeinem Leben verſchwiegen habe, beleidiget gefunden hätte! auch keine Freundſchaft, die die Ehre dieſes feines Freundes, ungekraͤnkt und bey der Nachwelt in vollem Glanze erhalten wiſſen wolte!— Nein, davon war nichts beym Mendelſon zu finden!— ſondern vielmehr, ein eifriges Beſtreben, das auszu= kundſchaften, was, feiner Meinung nach, Ceßings Nahmen in der Achtung des Publicums herunterſetzen konnte! und der entſchloſſene, unbiegſame Vorſatz, fo bald er dieſe Data geſammlet haben wurde; fie auch zu der, ihm wahrſcheinlichen Verunglimpfung Leßings, in die freye Welt aus zupoſaunen.—
Und nun! da am Schluß des Jahrs 1785, Jacobi, nach dem, ihm voͤllig und unbeſtreitlich zuſtaͤndigen Rechte, das thut, worauf Mendel
ſohn