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den Leßingſchen Atheiſmus vom Jacobi eingezogen haben werde; dieſe Neuigkeit ſelbſt dem Publico auspoſaunen. Der ganze Ceßing, und alle Freundſchaft, die ehemahls unter ihnen ſtatt gefunden, intereßirt ihn bey weitem ſo viel nicht, daß er deßwegen eine hiſtoriſche Wahrheit, durch die Jener, ſeiner Meinung nach, ſoll beſchimpft werden koͤnnen, ich will nicht ſagen, ableugnen; nein, auch nur unterdruͤcken und verſchweigen ſolte! Ja er druckt ſich ſo eifrig und ernſtvoll darüber aus, daß es den Schein hat, als wenn es ihm gar nicht unangenehm wäre, feinen ehemaligen Freund Ceßing. noch nach feinem Tode, auf einem angeblich fahlen Pferde zu finden; und durch die dffentliche Bekanntmachung dieſes Umſtandes, den Glanz ſeines Nahmens bey der Nachwelt ſchwaͤchen zu konnen.„Der Nahme unſers Freun„des ſoll bey der Nachwelt nicht mehr glänzen, „als er es verdient, Und in dem zweyten Schreiben, das er ebenfalls noch in dem Jahre 1783 abe gehen ließ, heißt es:„Es ſolle zwar von Jacobi „und einigen anderen Freunden abhangen, was fuͤr „ein Gebrauch von dem aufgezeichneten Leßingevchen Geſpraͤch zu machen ſey: Er(Nendelſohn)
A5„aber