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halter an der Religion feiner Vaͤter erklärt, daß er daruber in die intoleranteſten Aeußerungen gegen diejenigen feiner Mitjuden, die über den Artikul der Religion freyer, als er dachten, ausgebrochen war. Er behauptete ausdrücklich,„daß kein Ju„de ſich mit gutem Gewiſſen vom Joche des Ge„etzes entledigen koͤnne; ſondern, alle perſdnlichen „Gebote, die dem Sohne Iſraels gegeben worden „waͤren, müßten noch ſchlechterdings immerfort „aufs genaueſte von ihm beobachtet werden; und „zwar ſo lange, bis es etwa dem allerhöchſten Ges „ſetzgeber gefallen wurde, jenes Geſetz eben ſo „laut, fo dͤffentlich, fo über alle Zweifel und Des „denklichkeit hinweg, wieder aufzuheben; als er „es auf Sinai gegeben habe. So lange dis nicht „geſchaͤhe: müſſe der Jude, Jude bleiben; und „nichts koͤnne ihn von dem ſtrengſten und genaue„ſten Gehorſam gegen das Geſetz entbinden. 1. Nun iſt es gewiß, daß bey weitem der groͤſte Theil der Berliner Juden, aufgeklaͤrte Köpfe find; ſo wie ſich die Zahl derſelben auch anderwaͤrts vermehrt. Dieſe Köpfe ſehen die Albernheit ihrer jüdiſchen Religion recht gut ein: weil fie ſie aber nicht gern gegen die Ungereimtheiten einer andern
Reli