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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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den greifen Fönnen, daß der ehmalige Vorſaz des M. den Leßingſchen Atheiſmus der Welt ſelbſt anzeigen zu wollen! nunmehro mit der Wurzel bey ihm ausgehoben, ſchlechterdings gaͤnz­lich verabſchiedet werden, erſterben und auf immer verſchwinden muſte! Das hieſſe ja mit eigener Hand ſelbſt Oehl in das Feuer feines eigenen Schei­terhaufens gieſſen wollen; wenn er auch nur den entfernteſten Gedanken daran ferner bey ſich hätte dulden ſollen

Bekanntermaſſen hat Leßing, als Philo­ſoph, ein gröͤſſeres Anſehen nach feinem Tode ben der Welt erhalten; als er dis in feinem Le: ben hatte. So lange er lebte; wurde er haupt­ſaͤchlich als Belletriſt geſchazt: von feiner ſpecu­lativiſchphiloſophiſchen Seite kannte man ihn we­niger. Nach ſeinem Tode hingegen iſt er in die­ſem Fache das Orakel des Publicums geworden.

Wir wollen nun zum Ueberfluß die verſchiedenen Lagen, in welchen ſich M. vor und nach der Erz

ſcheluung der Phil, Betr. befand, ſowol, als auch

die verſchiedenen Denkungsarten und Entſchlieſ­ſun­

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