38. XS
Jacobiſchen Documente von dem Leßing:
ſchen Atheiſmus, in Beſchlag zu nehmen?—
ſie gleichſam mit Arreſt zu belegen?— um dadurch, von Seiten Jacohis, für die oͤffentliche Bekanntmachung derſelben einigermaſſen geſichert zu ſeyn.— Weil aber dieſe Sicherheit doch immer ihre unſichre Seite hatte und behielt! und es doch immer geſchehen konnte, daß über kurz oder lang etwas von der Sache, im Publico lautbar würde: fo beſchloß er zugleich, in dem allgemeinen Raiſonnement uͤber die Beweiſe vom Daſeyn Gottes(das er hernach unter den Titel von Morgenſtunden heraus gab) ſchon von weitem ſolche Vorkehrungen zu treffen,*die kuͤnftig der Nachricht, wann fie ja erſchallete, daß Leßing, nemlich, ein Atheiſt geweſen ſey, die ‘Glaubwürdigkeit erſchweren ſolten.
56 Nun
C) Hr. Aſmus hat in ſeinen zwey Reecenſtonen ꝛc. c. dieſen Umſtand auch ſehr richtig bemerkt. Er ſagt:„In dem 1. Th. der Morgenſtunden if zwar des Briefwechſeis mit Jacobi nicht erwähnt; aber doch offenbahr alles fo angelegt und eingeleitet, daß Leſſing in dem aten Theil gerettet werden ſolte: und man braucht mehr als tinen Zip: fel von Hrn. M. Mantel der Freundſchaft für L. um alle Stellen zuzudecken, die für feinen Nebenbuhler bey Hr. Leſfing, mißlich gedeutet werden könnten, wenn man das wolte,
w EEE