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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
Entstehung
Seite
37
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DC 37 Nun gings an die Ausführung dieſes gefaß­ten Rathſchluſſes. Mendelſohn ſchrieb im Fe­bruar 1785(35. B. p. 115 an die Freundin nach Hamburg, und trug ihr auf, die Abſchrift dieſes ſeines Briefes dem Jacobi zuzufertigen. Dieſer Brief war ganz ſo abgefaßt, um den Ja­cobi treuherzig, verdachtlos, und willig zu mach ert, dem Mendelſohn in ſeinem, dem Scheine nach, unſchuldigen Berlangen zu willfahren. Zugleich ſolte die Freundin, durch deren Hand dieſer Brief ging, ſich auch die Note daraus nehmen, von dem unter ihnen bisher ſtattgefundenen Briefwechſel fiber den Leßingſchen Atheiſmus, nichts zu plau­dern. Mendelſohn macht darin erſt einen langen Umweg, um Jacobis Aufmerkſamkeit auf mehrere Dinge zu vertheilen, damit ſie auf ſein ei­gentliches Geſuch, nemlich, den bisherigen Briefwechſel mit Arreſt zu belegen, nicht mit ihrer ganzen Staͤrke allein fallen und daraus Ver­dacht ſchoͤpfen ſolte.Er weiß nicht, wer von ihnen Beyden den Andern eine Antwort ſchuldig ſey? Bey Ueberſendung des Briefes an Hem­ſterhuis habe ihm Jacobi noch eine beſondere verſprochen;(an der ihm nun, im Grunde nichts C63 mehr