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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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feine treuherzigen Freunde(im Hamb. Correſ.) es ſich ſo einſtimmig, als geſchehe es aus genomme­ner Verabredung, und dabey fo aͤuſſerſt dringend angelegen ſeyn laſſen; uns deſſen ja recht gewiß zu verſichern, daß: einestheils, die Erſcheinung der Jacobiſchen Briefe, für den Mendelſ. die Quelle des aͤuſſerſten Verdruſſes, der ihn von Stund an bis an ſein Eude gefoltert habe, wahrhaftig gewe­ſen ſey! und anderntheils; daß dieſer Zuſtand, der ſo leidenſchaftlich war, daß, nach ihrem eige­nen Zengniß,fein Kopf und Herz dadurch ange­griffen wurden; daß(ein Gemüth eine Verſtim­mung litte; daß der Ton ſeiner Unterredung mit allen ſeinen vertrauten Freunden,(die doch nichts dafür konnten, und von ihrer Seite ganz unſchul= dig waren) voll ewiger Empfindlichkeit und In­dignation uber die Jacobiſche Frevelthat geweſen und geblieben ſey!, daß, ſage ich, dieſer auſſerſt leidenſchaftliche Zuſtand des M., nach der Ver­ſicherung ſriner Freunde, dennoch ſeiner ihm ange­ruͤhmten practiſchen Weisheit nicht den mindeſten Abbruch gethan habe, und als kein Einwurf, als keine Wiederlegung, als kein Wiederſpruch wie­der dieſelbe angeſehen werden koͤnne. Nein, ſagen

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