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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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laſſen. Bald iſt er dem M. der Mann, der den Spinoziſmus mit allem den Scharfſinn verthei­digen kann, deſſen dieſes Syſtem nur faͤhig ſeyn mag: dann gehbrt er wieder unter die jammer­vollſten Grůzldpfe, die ſo auſſerſt ſtupide find, daß ſie es, ſelbſt in wiederholten, viele Stunden und mehrere Tage lang dauernden Unterredungen, ja, aus Jahre lang fortgeſezten Briefwechſel, dennoch nicht merken koͤnnen, daß man ſie nur zum beſten hat, und ſeinen Spott und Kinderſpiel mit ihnen treibt. Bald iſt Jacobi, der Grauſame, der gar keine Nachſicht für M. Schwachheit hat, ſon­dern ohne Erbarmen dem Lahmen ſeine Krücke aus den Händen ſchlagt, und der auf den Ruhm einer wahren Fr dmmig eit keinen Anſpruch machen kann: dann iſt er wieder der Mann, der die gute ehrliche Abſicht hatte, den M. in den Schoos des Glau­bens zu führen; und der daher Entſchuldigung ver­dient; ein Mann, deſſen Rechtſchaffenheit und Gi te des Herzens von allen feinen Freunden und Bes kannten laut gerlhmet wird! uud hinterher taugt der ganze Jacobi wieder, mit allen ſeinen theore­thiſchen ſowol als practiſchen Grundſaͤtzen fo durch­

aus gar nichts, daß M. es fürs beſte hält, alle fer­nere