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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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bis an feinen Tod, befand; mit der darüber mit Jacohi geführten Correſpondenz vollig paſſend und ſich einander aufklärend finden wird; ihm auch nun der Umſtand ferner kein Raͤthſel mehr ſeyn koͤnne, warum dem M. in der Unterredung mit Hr. Reichardt, der Vorwurf eines frommen Be: truges, den ihm dieſer machte und den M. in das Wort, Maske, ſogleich richtig uberſezte, ſo auffal­lend und an die Seele gehend war? Alle übrigen Vorwürfe, die ihm vom Reichardt vorgeſchüttet wurden, rührten ihn weniger; fo gerecht und bitter fie auch waren. M. gab ſie zu. Er war ſichs recht gut bewußt, ſie wiſſentlich verdient zu haben: aber, er hatte damals, als er ſie ſich verdiente, in der Verlegenheit, in der er war, nicht anders han­deln konnen! Er beruhigte ſich alſo heimlich mit der Nothwendigkeit, in der er dieſe zweydeutige Nandlungsait gegen Jacobi anzunehmen gezwun­gen geweſen war; und auſſerlich verſuchte er, ob er mit der leichten Entſchuldigung daruͤber bey Hr. Reichardt abkommen koͤnnte,Daß es vielleicht Fehler in der Lebensart ſeyn koͤnnten, die noch aus ſeiner erſten gemeinen Erziehnng herſtamm­ten, Aber, der Vorwurf des frommen Bes

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