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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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79
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daß er ſich mit vielen Weitlaͤuftigkeiten bey ihnen aufhalten koͤnnte und ſolte; weil der groͤſſere Bora wurf ſchon feine meiſte Aufmerkſamkeit auf ſich ge­zogen und ihn in die groͤſte Verlegenheit geſezt hat. 3) Ze groͤſſer denn dieſe Verlegenheit iſt; je ſchnelt ler und und unvermutheter fie ihm auf den Hals kam: deſto weniger weiß er ſich in der Geſchwins digkeit mit etwas mehrerem und beſſerem, als ein bloſſes kahles Ceugnen, zu verantworten; wobey das trockene Wiederkaͤuen des etlittenen Vorwurf ſelbſt, das kenntbahrſte Zeichen iſt, wie genau er ſich durch denſelben auf den rechten Fleck getrofe fen und verwundet fühle,

So giengs hier dem m. Wäre er ſich der Reinigkeit feiner Abſichten bewußt geweſen; wie hätte ihn denn das Wort Maſke, oder frommer Betrug, fo ſehr erſchuͤttern koͤnnen? Und ſo gewiß man auch annehmen kann, daß weder Ja­cobi noch Reichardt den eigentlichen Fleck an dem Mendelſ. kannten, wo ihm die/ Maſle ſaß; ſondern mit dem Vorwurf eines frommen Be­truges, nur im allgemeinen und weiterem Ver­ſtande ſo viel ſagen wolten: daß ihnen ſein Be­

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