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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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80
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80. tragen Überhaupt, ſehr zweydeutig vor komme, und gar nicht aufrichtig zu ſeyn ſcheine! ſo glaubt doch insgemein derjenige,| der ſich nicht unſchuldig weiß, wenn er ein Wort| von Anderen hoͤrt, das an ſich zwar immer noch vieldeutig und verſchiedener Auslegungen fähig ſey, zugleich aber doch auch als ein moͤgliches, auf feine bis dahin verborgene ſpecielle Suͤnde ſich beziehendes Zeichen gelten kann; ich ſage, der Menſch von bdſem Gewiſſen, glaubt als denn gleich, daß ein ſolches Wort feine einzige und abſicht­liche Beziehung nur gerade und unmittel­bahr auf ſein beſonderes Geheimniß habe! und daß dieſes dadurch als endeckt, und verrathen, angezeiget werde: und, fo ſahe auch NT, die viel­fache, mögliche, mildere Auslegungen und Bedeu­tungen nicht, die die Worte frommer Betrug in dem Munde des Reichardt und Jacobi haben konnten; ſondern hielt blos und allein ſeine in­nerſten Abſichten dadurch völlig verrathen/ ergrif einzig dieſe mögliche Bedeutung derſelben z uͤberſezte fie dem zufolge ſofort in das, feine Sün­de noch genauer bezeichnende Wort, Maſke; und ward ſo ſein eigener Verraͤther.

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