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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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Seite
86
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86 De zehlung eingeſtehen, daß NT. feine Abſicht, die Welt, wo möglich an feine Maſke glaubend zu machen! wenigſtens bey ihnen, als ſeinen ver­trauteſten Freunden, in dem vollkommen­ſten Maſſe erreicht habe. Und in der That, dieſe unbedingte Folgſamkeit, dieſe ausgezeichnete treuherzige Gut willigkeit in blinder, glaubiger Ans nahme alles deſſen, was M. ihnen vorzuſagen be­liebte, und was er von ihnen geglaubt wiſſen wol­te, war auch dem Character der vertrauteſten Freunde, und dieſem Verhaͤltniß, in welchem ſie bey ihm ſtanden, vollkommen eutſprechend. Denn M muͤſte nicht. geweſen ſeyn; wenn man au­nehmen wolte, daß er Jemanden unter die Zahl ſeiner vertr. Freunde aufgenommen haben wůr­de, der ſichs erlaubt hätte, ihm zu wiederſprechen, und ſichs merken zu laſſen, daß er nicht in allen Worten deſſelben, belehren de Weisheit für ſich fin­den koͤnne. Bis fo weit alſo, und in Ruckſicht auf dieſe Bekenntnſſſe der Juͤnger Mendel­ſohns, konnten wir demnach mit ihnen zufrieden ſeyn.

Allein, wenn dieſe Junger auch zugleich als . Apo­