CC 85
wollen es mit allen möglichen chriſtlichen und jüs diſchen Eiden beſchwoͤren und bekraͤftigen:— was denn?— dasjenige, was M. ſelbſt, wenn es auch ſchon wahr war, doch durchaus nicht von ſich Wort haben wolte; auch feinem Intereſſe gemäß, fo oft er feiner mächtig ward, durchaus nicht öffentlich von ſich eingeſtehen konnte! nemlich, daß die oͤffentliche Erſcheinung ſeines Briefwechſels mit Jacobi, fuͤr ihn ein Donnerſchlag geweſen, und ihn fo ſehr erſchuͤttert, aufgebracht, und in Zorn und Aerger geſezt habe!— Die ehrlichen Reue te, in denen warlich kein Falſch iſt; Man muß ihnen um ihrer ungeheuchelten Treu und Offenherzigkeit willen gut ſeyn.
Aber dieſe ihre Gutmůthigkeit erſcheint in eis nem noch groͤſſerem Glanze, wenn man erwegt: daß ſie nicht nur ohne Bedenken das ganze Intereſſe des M. ſowol in Anſehung ſeiner Schriftſtelleriſchen Ehre als des verſchrieenen Weisheitscharacters, ihrer Wahrheitsliebe aufopfern; ſondern, daß fie auch zu gleicher Zeit ohne alle Zurůckhaltung und ohne einer unzeitigen Schamhaftigkeit bey ſich Gehör zu geben, es durch ihre ganze Er
1 33 zehe