me Sache erſt recht verrathen; und das Publicum auf die ſo ſehr veraͤnderte Sprache, die er jezt, in Vergleichung mit dem Jahre 1783, führte, erſt recht aufmerkſam zu machen?— Mendelſ. ſelbſt war daher auch zu klug, als daß er nicht gefliſſentlich feinen wäͤrklichen Verdruß, den et empfand, wenigſtens vor den Augen des Publicums aufs moͤglichſte hätte zu verbergen ſuchen ſollen. Man ſehe ſeine Unterredung mit Reichardt nach, wie ſehr er darin allen Verdacht der Empfindlich| keit und des Boͤſeſeyns auf Jacobi, von ſich ablehnen will; ſo wie man auch in ſeiner Schrift an die Freunde C. den Zwang nicht verkennen kann, den er ſich anthut, um ſich von dieſer Seite vor dem Publico zu verbergen. Und wenn jhm dennoch dis ſein Beſtreben alle Augenblicke mißlang, und die Ergieſſungen der Galle uͤberall ſeine Worte verbitterten; ſo war es die uͤberkochende Leidens ſchaft, die ihn nach dem Rathe nicht handeln ließ, den ihm die Klugheit zupflhfterte, und der auch ſeinem Intereſſe nur der angemeſſenſte und vortheilhafteſte war.— Und was geſchieht? Kaum hat er die Augen geſchloſſen; ſo treten jene Plauderer auf! rufen, ſchreyen, poſaunen es in alle Welt aus, wol
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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
Seite
84
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