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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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CC 97 ligemal gehabt haben muſte, ins Angeſicht wieder» ſprechend, nnd das Daſeyn derſelben von ſich aba leugnend machen konnte; ſobald ihre Wahrheit die­ſem feinem Stolze Demuͤthigung zu ſeyn ſchien. Wenn bey allen erſchaffenen verſtaͤndigen We­fen, mithin auch bey jedem Menſchen, nur ein all­maͤhliger, und nach und nach erfolgender Wachsthum in der Erkenntniß, angenommen werden kann: fo muß ja die Summe feiner Eins ſichten, in der ſpaͤteren Zeit immer gröffer ſeyn; als fie in der früheren und vorhergehenden bey ihm war? Und wenn die jedes maligen Qandlungen des Menſchen, die er mit Bewußtſeyn unternimmt, ſeinem jedesmaligen gegenwaͤrtigen Erkenntnißſy­ſtem entſprechen: fo muͤſſen ja die früheren Hands lungen, die der Menſch nach ſeinem damals noch uunmuͤndigeren Erkenntnißſyſtem unternahm, ihm,

in der Folge, wenn die Summe feiner Einſichten zur Beurtheilung derſelben, ſchon gröffer gewor­den iſt, unter einem anderen Geſichtspuncte er­ſcheinen; als vorher? M. iſt alſo, jenem von ihm aufgeſtelltem Zeugniſſe zufolge, durch alle ſeine 5 Jahre hindurch, die er in der Welt gelebt hat, um keine Note und durch keine G ein­