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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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verſuchen koͤnne, ob es ihm glücken wolle, die erha­bene Idee, welche er von ſich ſelbſt hat, auch dem Publico aufzudringen! dis, ſage ich, iſt nicht nur die herrſchende Meynung aller unpartheyiſchen Be­urtheiler dieſer Sache unter Chriſten und Juden in Berlin; ſondern die Art, wie ſich der Engel dabey genommen hat, ſtimmet auch völlig damit überein, und ſezt jene feine Abſicht auſſer allen Zweifel. Durch M. Tod ſchien ihm einer der er­ſten Trohnen in der gelehrten Welt vacant gewor­den ſeyn. Res nullius, dachte er, cedit occupanti: und ſo eilete er denn ſo geſchwind als er konnte, um von demſelben, wo möglich, Beſiz zu nehmen, ehe ihm ein Anderer darin zuvorkaͤme. Und das mit auch das Publicum ihn, als den zweyten Mendelſohn zu huldigen, kein Bedenken tragen möchte; fo ſucht er die Verbindung, in der er mit dem verſtorbenen M. geſtanden, als fo genau und innig anzugeben und vorzuſtellen, daß ſich faſt gar nichts dazwiſchen mehr gedenken läßt; und daß man glauben ſolte: der Verſtorbene lebe unmit­telbahr in ihm fort. Nicht nur verſichert er, daß alles, was die Welt von dem M. wuͤſte, nur der kleinſte Theil ſeines Werthes geweſen waͤre; daß

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