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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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fein Eigenthum gemachte Verfuͤgungen mit deſſen Tode auch ihre Kraft verlohren haͤtten, und nun­mehro unter ſeiner, als des Nachfolgers Unterſchrift und Approbation erſt ausgefertiget werden můü­fen; wenn fie gültig ſeyn ſolten. Laßt uns hören z

M. hatte bekantermaſſen feine lezte Schrift ſelbſt zu Voß getrageu, nnd ſie dieſem Buchhänds ler eigenhändig übergeben; daß dieſer fie nun dru⸗; cken laſſen, und ins Publicum bringen ſolte. Hier­mit denke ich, war doch nun wol die Seraus­gabe dieſer Schrift, von dem Verfaſſer ſelbſt vollſtaͤndig genug geſchehen? Man brauchte das Manuſcript auf dieſem Wege, auf welchen es der Verfaſſer ſelbſt gebracht hatte, nun ferner nur un­geftört gehen laſſen; ſo erhielt es die Welt gewiß. Und nun, nach M. Tode, kommt der Engel mit den großmaͤchtigen Worten aufgezogen:Er kön­une dieſe Schrift des M., deren Herausgabe der Verfaſſer ihm anvertrauet habe, der Welt nicht übergeben; ohne. Engel aͤbergibt alſo etliche Wochen nach M. Tode, ein fremdes Eigenthum; was der rechtmäßige Eigenthuͤmer ſchon bey feinem Leben ſelbſt vollſtandig genug

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