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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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216 DI ſo viel, als Engel; und wenn bey ſolchen Speis fen, die ohnehin keinen überwiegenden Reiz für ihn hatten, auch noch der Gedanke bey ihm hin­zutrat, daß fie(einer Geſundheit ſchaͤdlich waren: fo konnte er fie um ſo viel leichter und mit weni­ger Verleugnung meiden(und das war denn für den gegenwärtigen appetitvolleren H. Prof. En­gel, ſehr ruͤhrend) hingegen war M. im Ge­muß deſſen, worauf er einen dringenden Appetit hatte, ein ſolcher Sclave feines Geſchmacks, daß keine Betrachtung der Schädlichkeit deſſelben für feine Geſundheit, ja ſelbſt keine ausdrückliche Warnungen des Arztes, etwas uber ihn vermoch­ten, und ihn von ſolcher ſchaͤdlichen Naͤſcherey abs halten konnten(und das war dem N, P. Engel, nicht ruͤhrend). Ich frage einen Jeden, der nur tentſch verſteht, ob aus jenem ungeheuren Satze des E. nach feiner eigenen Erzehlung etwas meh­reres, als dis eben genannte, heraus komme? Und hierin ſoll der M.(nach der ausdrücklichen Anga­ee des E.) ſeine auſſerordentliche Staͤrke der See­le, und ſeine practiſche Weisheit bewieſen ha­ben? Solte man nicht faſt glauben, daß der En­gel