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Verbreitung der Kabbala in allen Schichten des Volkes seitens der Chassidim diesem Wahn aufs neue Vorschub geleistet werde, ja daß die Verbreiter selber geheime Sabbattaner und Fran- kisten seien, die sich wie jene Betrüger, äußerlich mit dem Schein aufrichtiger Anhänger des Judentums umgeben, um es dadurch um so erfolgreicher bekämpfen zu können. — So verletzend und kränkend diese ganze grundlose Unterstellung auch für uns ist, so habe ich trotzdem immer meine Freunde und Genossen darauf hingewiesen, daß die Motive, aus welchen sie fließt, rein und lauter sind. Unsere Gegner mögen ohne Beweis, ohne irgendwelche begründete Unterlage uns die gehässigsten Dinge andichten, das kann ich in der allgemeinen Erregung und Begriffsverwirrung begreifen und daher verzeihen. Aber daß man einen hohen Gerichtshof mit solchen grundlosen Verdächtigungen zu behelligen wagt, daß man sich damit selbst bis zum Kaiser drängt' und daß man höheren Ortes mit solchen uner- wiesenen Verleumdungen Eindruck zu machen scheint, das ist eine kränkende Verletzung unserer heiligsten Menschenrechte, für die mir jedes Verständnis abgeht."
„Die Beschuldigungen, die gegen Euch erhoben werden, scheinen doch nicht so in der Luft zu schweben, wie Ihr uns da glauben machen wollt. Wir haben die Schriften des Rabbi Israel Baal Schern und seines Schülers in Meseritsch, aus welchen ein sachkundiger Rabbiner uns durch wörtlich angeführte Stellen den Nach-