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Mehr Licht! : Beiträge zur Geschichte des Berliner Straßenkampfes am 18. März 1848 / von Friedrich Wilhelm von Varchmin
Entstehung
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Ihnen einige Rechenſchaft über den Gang derſelben geben, ſo weit ich kann. Was ich ſage, dürfen Sie auf mein Wort als die reinſte Wahrheit annehmen. Als nach der Pariſer Revolution auch in Deutſchland im Laufe weniger Tage ein Land nach dem andern ſeine unblutige Revolution machte, erkannte ich bald, daß auch bei uns entſcheidende Schritte geſchehen müßten, daß namentlich in unſerem Verfaſſungsweſen die Linie nicht innegehalten ſei, welche der König im verfloſſenen Jahre als unüberſchreitbar ſo laut bezeichnet hatte, und die ich zu vertheidigen be­rufen geweſen war, daß mit einem Worte eine ſogenannte Konſtitution bei uns unvermeidlich geworden war. Na­türlich war es nicht leicht, den König, noch ſchwerer, einige meiner Kollegen an dieſen Gedanken zu gewöhnen; doch aber war er bereits durchgedrungen, als mit Ausſicht hier­auf der allgemeine Landtag auf den 27. April berufen wurde. Früher konnte er damals nicht berufen werden. Dies zu beweiſen, muß ich etwas ausholen. Schon im vorigen Herbſt(Sept.) wurde es bei uns als nöthig aner­kannt, daß zur Wiederbelebung oder vielmehr zur erſten Belebung des deutſchen Bundes entſchiedene Schritte ge­ſchehen müßten. Es wurden alle die Punkte hervorgehoben, welche in dem Patent vom 18. vor. Monats(in welchem Sie mit Recht meine Feder erkannten, es war meine letzte ſtaatsmänniſche Arbeit) aufgezählt ſind; mit Ausnahme je­doch des deutſchen Parlaments und der Nothwendigkeit konſtitutioneller Verfaſſungen in allen deutſchen Ländern. Wien ſollte aufgefordert werden, die entſprechenden An­träge gemeinſchaftlich mit uns an die deutſchen Fürſten zu richten. Würde Metternich ſich weigern, ſo wollte der