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standen, bei welcher die mit Kohlensäure beladenen atmo
sphärischen Wasser eine Auflösung des Kalksteines bewirkt_ haben, sodaß ein rotbrauner. Lehm als Rückstand übrig geblieben ist. Auch auf dem harten Quarzitsandstein des Silur bei. Gommern sind Gletschertöpfe mit Reibsteinen nachgewiesen, und im naturhistorischen Museum in Magdeburg sind deren zwei nach sorgfältiger Zusammensetzung aufgestellt. Glaziale Auswaschungsformen auf weicheren Gesteinen, z. B. auf Braunkohlenflözen, sind in Tagebauen ebenfalls mehrfach beobachtet worden.
Geschrammte Felsoberflächen sind nach Entfernung des Geschiebemergels an mehreren Punkten beobachtet worden, so auf dem zur produktiven Steinkohlenformation gehörigen Sandsteine des Piesberges bei Osnabrück , auf dem Trochitenkalk des Handelah bei Eime , auf dem Rhätsandstein bei Velpke und Danndorf in Braunschweig ,' auf der Kulmgrauwacke bei Flechtingen und Hundisburg , auf dem oberen Wellenkalk bei Gr.-Wanzleben, auf der Grauwacke in Magdeburg , auf dem silurischen Quarzit bei Gom mern , auf dem festen Kalkstein des weißen Jura von Wapienno bei Bartschin in Posen, auf den Porphyrkuppen bei Halle ’und Landsberg und auf den oligocänen Knollensteinen bei Corbetha. Besonders zahlreich sind diese Erscheinungen im nördlichen Teile des Königreichs Sachsen nachgewiesen, wo unter dünner Diluvialbedeckung zahlreiche Kuppen des älteren Gebirges aufragen und der abschleifenden Einwirkung des. darüber hinwegschreitenden Eises ausgesetzt waren. Ebenso hat man auch rundhöckerartige Abschleifungsformen des anstehenden Gesteins, die sogenannten„roches moutonnees“, die in vielen Alpentälern, z. B. auf der Grimsel , im Oberengadin und beim Abstieg vom MHochjoch in das