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des vorrückenden steilrandigen Inlandeises aufgepreßt, gefaltet, , mitgeschleppt und in die Grundmoräne eingeknetet.
Aber auch die im Untergrunde der Glazialbildungen auftretenden älteren Schichten, hauptsächlich die lockeren und plastischen Gebilde des Tertiärs und der Kreide haben sehr bedeutende glaziale Störungen erlitten. Man kann jedoch ohne Zweifel annehmen, daß in vielen Fällen schon vor der Eiszeit tektonische Störungen aufgetreten und erodierende Kräfte wirksam gewesen sind, die:große Unebenheiten geschaffen haben, sodaß das vorrückende Eis Widerstände vorfand, um seine Druckkräfte entfalten zu können. Durch zahlreiche Bohrungen ist im norddeutschen Flachlande nachgewiesen worden, daß z. T. mächtige tertiäre Schollen auf diluviale Schichten aufgeschoben sind. Aber auch in Grubenaufschlüssen zeigen sich” dieselben Erscheinungen, So wird beispielsweise in Finkenwalde bei Stettin eine nach Süd_überkippte Kreidefalte von Septarienton und Gilazialbildungen(Sanden und Geschiebemergel) unterlagert. In der Septarientongrube am Südufer des Scharmützelsees bei Buckow sieht man eine mächtige Scholle mitteloligocänen Septarientons ein kleines miocänes Braunkohlenflöz überlagern, und auf der Grenze beider Schichten beobachtet man nordische Geschiebe, die beweisen, daß hier eine durch den Schub des Inlandeises veranlaßte Überschiebung‘ vorliegt. In noch großartigerer, Weise zeigen solche Erscheinungen die Septarientongruben zwischen Freienwalde a. O. und Falken berg (Mark), Hier wird der stark zusammengefaltete und teilweise noch von miocänen Bildungen unterlagerte Septarienton auf eine weite Strecke von glazialen Sanden unterteuft: Auch in der. großen Tongrube der Saarower Ziegelei am Scharmützelsee südlich Fürstenwalde sind die Letten und