Das moderne Nerven-Elend.
aus dem sich die Kräfte der sinkenden Menschheit immer wieder ergänzen und anfrischen. Aber gehen Sie einmal in unsere grossen Städte, und es wird Ihnen anders zu Muthe werden. Halten Sie einmal einen Umgang an der Seite eines zweiten hinkenden Teufels, oder eines Arztes von ausgedehnter Praxis, und er wird Ihnen Geschichten zuflüstern, dass Sie über das Elend erschrecken und über die Gebrechen erstaunen, von denen die menschliche Natur heimgesucht ist, und an denen die Gesellschaft leidet.“
„SO z. B. kann ich nicht billigen, dass man von den studirenden künftigen Staatsdienern gar zu viele theoretisch gelehrte Kenntnisse verlangt, wodurch die jungen Leute vor der Zeit geistig wie körperlich ruinirt werden. Treten sie nun hierauf in den praktischen Dienst, so besitzen sie zwar einen ungeheuren Vorrath an philosophischen und gelehrten Dingen, allein er kann in dem beschränkten Kreise ihres Berufs gar nicht zur Anwendung kommen und muss daher als unnütz wieder vergessen werden. Dagegen aber was sie am meisten bedurften, haben sie eingebüsst: es fehlt ihnen die nöthige geistige wie körperliche Energie, die bei einem tüchtigen Auftreten im praktischen Verkehr ganz unerlässlich ist.
Und dann: bedarf es denn im Leben eines Staatsdieners, in Behandlung der Menschen, nicht auch der Liebe und des Wohlwollens? Und wie soll einer gegen andere Wohlwollen empfinden und ausüben, wenn es ihm selber nicht wohl ist! Es ist aber den Leuten allen herzlich schlecht! Der dritte Theil der an den Schreib