Teil eines Werkes 
[Neue Nr. 3743] (1875) Sect. Beelitz / geognost. und agronom. aufgenommen durch G. Berendt
Entstehung
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14 Blatt Beelitz.

zur Geltung, als in den fast ebenso zusammengesetzten Alluvial­sanden. Der Sandboden des Diluvium ist daher auch hier durch­weg als Waldboden und zwar Kiefernboden zu betrachten und in der Hauptsache auch als solcher benutzt, wie die zusammenhän­genden grossen Flächen der Caniner, Claistower, Neuendorfer, Wendisch-Borker, Schäper und Räsdorfer Haide, der Beelitzer Stadtforst und der auf Blatt Werder. sich fortsetzenden Rochow­schen und Kgl. Cunersdorfer Forst in ausgiebigstem Maasse be­weisen.

Der durch die Farbenbezeichnung&sS in seinen Grenzen kenntliche, dem Dünensande zukommende Theil des Sand­bodens der Sectionist ebenfalls fast durchweg mit Kiefern bestanden und dürfte auch eine andere Verwerthung durchaus nicht zulassen. Das beweisen am besten kleine unbestandene oder auch beackerte Flächen, beispielsweise im Norden. und Nord­westen der Stadt Beelitz, sowie bei Räsdorf, wo der früher mit Kiefern dicht und wohlbestandene Sand wieder ein stetes Spiel der Winde geworden ist, so dass es jetzt reichlich Mühe und Kosten verursachen würde, denselben wieder aufzuforsten; während andererseits häufig sich der Stand der Kiefern auf dem ebenso feldspathreichen Dünensande durchaus nicht von dem guten Stande auf dem Thalsande oder dem Diluvialsande unterscheidet.

Der Sandboden des Alt-Alluvium, des sogen. Thal­sandes, bildet, wie bereits im geognostischen Theile besprochen und aus der ihn bezeichnenden grünen Punktirung sofort zu er­sehen ist, in der Hauptsache nur eine schmale Umränderung des grossen, das Blatt in der Hauptsache erfüllenden Diluvialplateaus.

In Folge seiner durch den nahen Grundwasserstand be­dingten steten Feuchtigkeit des Untergrundes und eine ihm

ursprünglich eigene, schwache Mengung der Oberkrume mit

Humus(

seine Körnung nicht zu fein ist und dadurch die für Flugsand­bildung an sich günstigen Bedingungen(Gleichkörnigkeit, voll­ständiges Fehlen der Steine, durchaus ebene Lage und grosse Flächen) noch mehr gesteigert werden. In diesem Falle gehen

BE) giebt er ein relativ gutes Ackerland, wenn