Vorwort
Von den im Bestand des Theodor-Fontane-Archivs der Deutschen Staatsbibliothek noch vorhandenen etwa zweihundert unveröffentlichten Gedichten, Toasten, Versen, darunter zahlreiche aus der Frühzeit Theodor Fontanes, wird hier nur eine Auswahl publiziert. Fontane selbst hat zahlreiche Gedichte aus den frühen und späten Jahren nicht in seine Gedichtsammlungen aufgenommen, weil er sie künstlerisch für unbedeutend hielt.
Wir sind jedoch heute der Meinung, daß bei dem seit Jahrzehnten anhaltenden Interesse an Fontanes Leben und Werk, die noch unveröffentlichten Gedichte für uns Fontanefreunde von Bedeutung sind. Der Dichter hatte sie fast immer aus besonderen Anlässen im Familien- und Freundeskreise geschrieben. Gerade diese, für die Menschen um Theodor Fontane verfaßten Gedichte, Toaste und Verse interessieren uns deshalb, weil sie sich durch einen ungezwungenen Frohsinn und durch eine gütige Menschlichkeit auszeichnen. Wir lernen durch diese Gedichte, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren, den Familien- und Freundeskreis Theodor Fontanes noch besser als bisher kennen.
Die vorliegenden unveröffentlichten Gedichte sind als ein Präsent für Hunderte Leser der „Fontane-Blätter“ gedacht, also für einen Freundeskreis, der sich seit Jahrzehnten um das Theodor-Fontane-Archiv geschart hat. Wir werden darüber hinaus von Fall zu Fall wenig bekannte und an verstechten und schwer erreichbaren Stellen publizierte Gedichte einbeziehen.
Der Herausgeber
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