Blatt Wildenbruch. T
Valvatenmergel noch vorhandener Unterer Diluvialschichten anzunehmen, andererseits früher wie jetzt als ihm eigenthümlich eine gewisse Armuth von Geschieben und gröberem Sande, Spuren von Schichtung und bei Alt-Geltow sogar ein direkter Uebergang in Thonmergel hervorgehoben werden musste, so nehme ich gegenwärtig keinen Anstand, den Valvatenmergel der Potsdamer Gegend geradezu als eine Parallelbildung zu dem geschichteten Thone mit Süsswasser-Conchylien anzusehen, welchen Dames bezw. E. Erdmann aus dem südlichen Schweden in gleichem Niveau, d. h. in den nicht immer ausgebildeten, oft fehlenden Sanden, welche Oberen und Unteren Geschiebemergel trennen, beschreibt.
Ich halte mich dazu um so berechtigter, als dieses, gegenüber dem Glindower Thonmergel in Zukunft zu unterscheidende ‚obere Thonmergel-Niveau des Unteren Diluviums, wenn auch nicht immer mit Schaalresten, sich auch des Weiteren bei den Kartenaufnahmen bemerklich gemacht hat, wie die Funde desselben in fast sämmtlichen südlich Berlin gelegenen Kartenblättern*) und nicht minder die Untersuchung der Aufschlüsse der Cüstrin-Stargardter Eisenbahn, welche Dr. Laufer**) beschrieben hat, beweisen.
Freilich liegt sodann die Vermuthung nahe, dass auch ein Theil der oben genannten Thonmergel-Vorkommen des vorliegenden Blattes diesem höheren Niveau angehört und ein direkter Begleiter oder Vertreter des Valvatenmergels ist. So jedenfalls am KrugBerge und an den Grämitz-Bergen, wahrscheinlich auch bei Kähnsdorf.
Das Obere Diluvium.
ist sowohl durch den Oberen Diluvial- oder Geschiebemergel als durch den ihn bedeckenden oder vertretenden, nie aber mit ihm wechsellagernden Oberen Diluvial- oder Geschiebesand vertreten.
*) Siehe auch die Beschreibung eines dieser Thonmergel- Verkommen unweit Rudow bei Berlin von Dr. Wahnschaffe: Jahrb. d. Geol, Landesanst. 1881, S. 535.
*) Dr. Laufer, Jahrb. d. Geol. Landesanst. 1881, S. 523.