Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 28, Blatt 60 [Neue Nr. 2951] (1936) Schwedt : geologische Karte / geogn. bearb. durch Th. Schmierer ..
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4 Die geologischen Verhältnisse des Blattes Schwedt

Während das Eis an der Baltischen Endmoräne und später an der jüngeren Angermünder Staffel lag, erhielten die Hoch­flächen ihre heutige Form und die charakteristische Verteilung ihrer Bodenarten: hinter den Endmoränen, besonders der jün­geren Staffel, weite, verhältnismäßig ebene Flächen, vorwiegend von Geschiebemergel, der Grundmoräne des Inlandeises, gebildet, davor kuppige, zum großen Teil sandig-kiesige Zonen, die ehe­maligen Eisrandlagen andeutend.;

Auch die größeren Täler wurden zum Teil schon unter dem Eise(subglazial) vorgebildet. Die das Blatt Königsberg durchziehenden NordSüd-Täler sind solchesubglazialen Täler, die unter dem Eise durch die vereinigte Wirksamkeit von Schmelzwässern und Eis entstanden sind. Auch das untere Odertal ist offenbar als ein solches Tal angelegt worden. Später wurde es nach Zurückweichen des Eises nach N außerhalb des Bereiches unserer Blätter durch von S kommende große Wassermassen umgestaltet zu dem breiten, tief eingeschnittenen, von Terrassen begleiteten Urstromtal, als das es sich uns heute darstellt.

Durch das tief eingeschnittene, nur wenig über dem Meeres­spiegel liegende Odertal erhält das Gebiet, deren Hochflächen im allgemeinen eine Meereshöhe von etwa 4080 m haben, ge­legentlich ein kräftiges Relief, besonders wenn die größeren Höhen nahe ans Tal herantreten.' Dies ist z.B. der Fall im südöstlichen Teil von Blatt Schwedt, wo die größte Höhe des ganzen Gebietes mit rund 125m(bei Vw. Elisenhöhe) nur 11/2, km vom Odertal entfernt ist.

B. Die geologischen Verhältnisse des Blattes Schwedt

Innerhalb des Blattes sind Kreide, Tertiär, Diluvium und Alluvium beobachtet. Von diesen tritt nur die zuerst. genannte nicht zutage.

I. Kreide

Bei früherem Braunkohlenbergbau, der in der Nähe des Waldkaters bei Hohenkränig versucht wurde, traf ein Stollen auf weiße Schreibkreide, die nach den Versteinerungen zum Mueronatensenon gestellt werden muß. Reste davon liegen jetzt noch auf einer kleinen Schutthalde, welche die Höhe des Oder­ufers über dem Waldkater krönt.

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